Celestron C8-Informationen (8"-Schmidt-Cassegrain)

Motivation | Aussehen | Basisdaten | Besuchte Himmelsobjekte | Erste Erfahrungen | Weitere Erfahrungen | Probleme | Fotoversuche | Fazit | Links

In Arbeit

Auf dieser Seite stelle ich einige Informationen zum Teleskop Celestron Schmidt-Cassegrain-C8 OTA zusammen (am 8.11.2019 bestellt; erhalten am 14.11.2019). Dieses Teleskop ist sozusagen mein "letzter Versuch" eine möglichst große Öffnung mit Handhabbarkeit (für mich!) zu verbinden.

 

Motivation

Wer meine Astronomiegeschichte gelesen hat, weiß, dass ich ein ziemliches Hin- und her hinter mir habe, was Teleskoptypen und Öffnungen angeht. Eigentlich fehlte nur noch ein Schmidt-Cassegrain oder reines Cassegrain in meiner Sammlung. Im September 2019 stieß ich auf ein neues Cassegrain-Teleskop (Hersteller der diversen Varianten davon ist GSO), und in der 6"-Variante schien es mir das geeignete Teleskop zu sein, um meine Teleskop-Sammlung weiter zu vereinfachen. Es hätte meinen Explorer 150PDS und meinen Skymax-127 ersetzen können (außer für Fotos und Weitfeld-Beobachtrungen). Noch lieber hätte ich die 8"-Variante genommen, aber die ist zu schwer für meine Star Discovery-Montierung und mich... Das Cassegrain-Teleskop hob sich in der Werbung insbesondere von Schmidt-Cassegrain-Teleskopen ab, was auf der anderen Seite bedeutete, dass auch diese nun in meinen Fokus gerieten, obwohl ich mich vorher dafür überhaupt nicht interessiert hatte. Hinzu kam, dass zwei meiner Sternfreunde sich genau solche Teleskope zugelegt hatten, der eine ein Celestron C8, der andere ein Meade LX200. Beide Teleskope sind echte "Klassiker", aber weil das LX200 etwas teurer ist, habe ich mich dann mehr auf das C8 konzentriert. Sein Vorteil schien für mich darin zu bestehen, dass es ein 8-Zöller ist, der in etwa genauso viel wiegt wie das neue 6"-Cassegrain und dabei sogar noch ein bisschen kürzer ist. Damit erschien es mir wie eine "letzte Möglichkeit" noch einmal bei der Öffnung zuzulegen, nachdem ich ja eigentlich den "Rückweg" von 10" auf 6" beschritten hatte... Denn Öffnung ist letztendlich "alles" in der Astronomie!

Dies wäre also die Motivation hinter meinem C8-Kauf: Mehr (handhabbare) Öffnung und gleichzeitig Vereinfachung meines Teleskop-Parks. Ob das dann wirklich so sein wird, ist natürlich eine andere Frage...

Der Sternenfreund mit dem LX200 verwendet dieses auf der Star Discovery-Montierung, allerdings in der Orion-Version, die zumindest auf dem Papier 6 kg tragen kann. Aber laut meinem Astronomie-Händler Herrn Kloß ist die Orion-Version mit der von Sky-Watcher identisch. Das legte zumindest nahe, dass auch das C8 auf meiner Montierung benutzt werden könnte. Im September/Oktober 2019 hatte ich den Sky-Watcher StarTravel 120/600 von einem anderen Sternenfreund ausgeliehen. Wir haben uns für die Rückgabe am Stromberg getroffen und wollten dort auch seinen C8, mit dem er sehr zufrieden ist, mit meinem 6"-Newton-Tubus vergleichen. Das haben die aufkommenden Wolken leider verhindert! Wenigstens konnte ich das C8 "wiegen" und auf meine Star Discovery-Montierung setzen. Dort schien sie ohne Probleme zu benutzen zu sein (jedenfalls nicht mehr Problemen als mit meinem 6"-Newton-Tubus, der ein ähnliches Gewicht hat, aber länger ist).

Nun sah ich mich also zwei Alternativen gegenüber, um meine Ausrüstung umzustellen, Cassegrain 6" oder C8 mit 8" - und als dritte, nichts zu unternehmen. Um das zu klären, schrieb ich eine E-Mail an meinen Händler Herrn Kloß, bei dem ich das C8 nun auch noch besonders günstig erwerben konnte, und rief danach bei ihm an. Seine E-Mail Antwort machte schon einmal klar, dass Cassegrains schwer zu justieren sind und oft justiert werden müssen. Ähnliches hatte ich auch schon in Foren gefunden. Damit war das Cassegrain für mich aus dem Rennen, und es verblieb das C8! Während des Telefonats konnte mir Herr Kloß das C8 nicht ausreden. Es ist halt ein "Universal-Teleskop", das vieles kann, aber nirgends Spitze ist. Es riet jedoch trotz seines günstigen Angebots dazu, ein gebrauchtes C8 zu kaufen, dann würde ich etwa 500 EUR sparen. Wir haben uns daraufhin auf in etwa 14 Tagen vertagt, weil ich auf Reisen gehen und etwas Überlegungszeit schaffen wollte. Ich suchte nach gebrauchten C8, aber es gab nur wenige, dazu waren sie unbekannten Alters und schienen mir zu teuer im Vergleich zum Neupreis bei Herrn Kloß. Ich hatte übrigens dem Sternfreund, der ein C8 besitzt (das er gebraucht gekauft hat) abgeboten, ihm dieses anzukaufen, aber nach viel Überlegung hat er sich entschieden, es zu behalten... So habe ich schließlich, etwas vorzeitig noch aus dem Norden bei Herrn Kloß angerufen und ein C8 bestellt. Da sein "Markenzeichen" ist, dass er Teleskope vor der Auslieferung noch einmal überprüft und justiert, dauert der Versand bei ihm etwas länger - aber am 14. November kam es bei mir an!

 

Aussehen

Auspacken

Umverpackung

Dito

Dito

Umverpackung geöffnet

Innerer Karton geöffnet

Innerer Karton aus der Umverpackung genommen

Karton geöffnet , obere Pappe entfernt

Dito mit oberer Pappe und deutschem Handbuch

Zubehör und Schaumteile

Teleskop von oben im Karton

Teleskop herausgenommen, englisches Handbuch

Der Kartoninhalt

Dito, Teleskopschiene sichtbar

Handbücher und Zubehör, links der zusätzliche Lichtpunkt-Sucher

Teleskop von der Seite

Teleskop schräg von vorn

Dito von hinten

Dito schräg von hinten

Handbücher und Zubehör

Dito

Dito

Maße und Gewichte:

C8 auf Star Discovery-Montierung

C8 auf Star Discovery-Montierung (Abends)

Okulare, Zenitspiegel und Amici-Prisma...

Neuer Sucherschuh und Lichtpunkt-Sucher

Original Celestron 25 mm Plössl-Okular und Celestron Zenitspiegel

32 mm-Digiscope-Okular

24 mm Televue Weitwinkel-Okular

Dito auf Amici-Prisma

Dito auf dielektischem Zenitspiegel von Lacerta

Sucher und Okular

Original-Kappe für den 1,25"-Anschluß

Alternativ-Kappe für den 1,25"-Anschluß (leichter herauszunehmen, läßt aber das Gewinde frei)

2"-Zenitspiegel (nachgekauft)

Dito

Dito, "zerlegt"...

2"-Zenitspiegel mit geliehenem 56 mm-Okular (2")

Dito, man sieht, dass der Zenitspiegel etwas schräg montiert ist...

...weil sonst die Okularhülse gegen den Fokussierknopf stößt; mit 32 mm-Okular (1,25") und 2"-auf-1,25"-Adapter

Dito mit 32 mm-Okular (1,25") und 2"-auf-1,25"-Adapter

Dito mit 35 mm-Okular (2"), von hinten...

...und von der Seite

Links: Dito größer

Rechts: Man sieht von oben, dass der Knopf zum Scharfstellen gegen die Okularhülse des Zenitspiegels stoßen könnte, wenn man den Spiegel waagerecht montieren würde.

Taukappe

Taukappe ausgerollt, außen

Taukappe ausgerollt, innen

Taukappe aufgesetzt

Dito, andere Seite mit Aussparung für die Prismenschiene

Dito von vorn

Dito von hinten

Tasche

Paket mit Tasche und Taukappe

Tasche mit C8 geöffnet

Tasche mit C8 geschlossen

Vergleich mit Explorer 150PDS

Taschen (gefüllt)

Explorer 150PDS in schwarzer Oklop-Tasche

C8 in bauerTS-Tasche

Die TS-Tasche ist am Boden nicht flach...

Vergleich der Tuben

 

Basisdaten des Celestron C8 8 (203/2032)

Teleskop: Celestron C8
Optische Bauart Schmidt-Cassegrain
Hauptspiegel-Durchmesser 203,2 mm (8")
Brennweite, Öffnungsverhältnis 2032 mm, f/10
Auflösungsvermögen 0,57"
Visuelle stellare Grenzgröße 14 mag
Lichtsammelleistung 842,7*/841/843
Empfohlene Maximalvergrößerung 406 x
Abmessungen Teleskoptubus (Durchm. x Länge) 23,8 x 43,2 cm
Nettogewicht Basis ---
Nettogewicht optischer Tubus 5,67 kg
Nettogewicht gesamt ---

Dunkelblau: Teleskope in aktuellem Besitz; kursiv und dunkelrot: Teleskope, die ich besaß; schwarz: zum Vergleich; *) selbst gemessen/errechnet; **) korrigierte Werte

Siehe auch Tabelle der Basisdaten aller meiner Teleskope (und einiger anderer...)

Vergrößerung und andere Daten bei verschiedenen Okularbrennweiten

Hinweis: Diese Tabellen beinhalten einen StarTravel 120-Refraktor, ein TSWA32-Okular (2", 32 mm Brennweite, 70° Sehwinkel), das mir zusammen mit dem StarTravel 120 ausgeliehen wurde, ein 18 mm-Okular (2", 82° Sehwinkel), ein 38 mm-Okular (2", 70° Sehwinkel) und ein 56 mm-Okular (2", 52° Sehwinkel).

Das zum C8 gehörige Celestron 25 mm-Plössl-Okular habe ich nicht aufgenommen, weil ich es voraussichtlich verschenken werde.

Teleskop
Weitere Daten
Okular-Brennweite (mm)
Vergrößerung
 
Teleskop-
Brennweite (mm)
4
7
10
16
18
24
28
32
32
35
38
56
PS72
432
108,00
61,71
43,20
27,00
24,00
18,00
15,43
13,50
13,50
12,34
11,37
7,71
ST120
600
150,00
85,71
60,00
37,50
33,33
25,00
21,43
18,75
18,75
17,14
15,79
10,71
PDS150
750
187,50
107,14
75,00
46,88
41,67
31,25
26,79
23,44
23,44
21,43
19,74
13,39
Skymax-127
1500
375,00
214,29
150,00
93,75
---
62.50
---
46,88
---
---
---
---
C8
2032
508,00
290,29
203,20
127,00
112,89
84,67
72,57
63,50
63,50
58,06
53,47
36,29
C8 (red.)
1280
320,00
182,86
128,00
80,00
---
53,33
---
40,00
---
---
---
---
 
Sehwinkel (°)
Scheinbarer
Sehwinkel (°) >
82
82
72
82
82
65
56
52
70
69
70
52
 
Teleskop-
Brennweite (mm)
4
7
10
16
18
24
28
32
32
35
38
56
PS72
432
0,76
1,33
1,67
3,04
3,42
3,61
3,63
3,85
5,19
5,59
6,16
6,74
ST120
600
0,55
0,96
1,20
2,19
2,46
2,60
2,61
2,77
3,73
4,03
4,43
4,85
PDS150
750
0,44
0,77
0,96
1,75
1,97
2,08
2,09
2,22
2,99
3,22
3,55
3,88
Skymax-127
1500
0,22
0,38
0,48
0,87
---
1,04
---
1,11
---
---
---
---
C8
2032
0,16
0,28
0,35
0,65
0,73
0,77
0,77
0,82
1,10
1,19
1,31
1,43
C8 (Red.)
1280
0,26
0,45
0,63
1,03
---
1,22
---
1,30
---
---
---
---
 
Austrittspupille (mm)
 
Öffnungs-
verhältnis
4
7
10
16
18
24
28
32
32
35
38
56
PS72
6
0,67
1,17
1,67
2,67
3,00
4,00
4,67
5,33
5,33
5,83
6,33
9,33
ST120
5
0,80
1,40
2,00
3,20
3,60
4,80
5,60
6,40
6,40
7,00
7,60
11,20
PDS150
5
0,80
1,40
2,00
3,20
3,60
4,80
5,60
6,40
6,40
7,00
7,60
11,20
Skymax-127
11,81
0,34
0,59
0,85
1,35
---
2,03
---
2,71
---
---
---
---
C8
10
0,40
0,70
1,00
1,60
1,80
2,40
2,80
3,20
3,20
3,50
3,80
5,60
C8 (red.)
6,3
0,63
1,11
1,59
2,54
---
3,81
---
5,08
---
---
---
---

Blau: geliehene Ausrüstung zu Vergleichszwecken; violett: geliehen und gekauft; kursiv: 2"-Okular

Vergrößerung: gelb: niedrig (30-50 x); magenta: mittel (80-100 x); violett: hoch (150-200 x - und mehr); rot: über maximal sinnvoller Vergrößerung.
Austrittspupille: Werte in Zellen mit magenta Hintergrund sind entweder zu klein (< 1 mm) oder zu groß (> 6,4/7 mm); gelber Hintergrund: optimal für Galaxien (etwa 2-3 mm).

 

Besuchte Himmelsobjekte

Ich habe die folgenden Himmelsobjekte mit dem Celestron C8 besucht:

Höhepunkte

 

Erste Erfahrungen

Allererste Eindrücke...

Größe und Gewicht auf der Star Discovery-Montierung

Als ich das Paket am 14.11.2019 dem DHL-Paketboten abnahm, fand ich es gar nicht so schwer wie erwartet (es wog etwa 8,5 kg). Bei einem Treffen mit einem Sternfreund konnte ich dessen C8 schon einmal "wiegen" und fand es, wenn auch nicht zu schwer für mich, so doch schon etwas schwer. Aber jetzt zu Hause kam mir mein C8 nicht zu schwer für mich vor, und ich konnte es auch ohne Probleme in meiner Star Discovery-Montierung befestigen. Es ist zwar dick, aber doch erstaunlich kurz, und das machte es für mich einfacher, den Tubus auf der Montierung zu befestigen.

Trotzdem ist das C8 schon ein "Trumm", "Brummer", oder wie auch immer man es bezeichnen möchte. Es erregt schon ein wenig Ehrfurcht, oder sogar Furcht bei mir. Nein, das ist definitiv kein Heritage 100P, das sich ganz einfach handhaben läßt! Auf der Star Discovery-Montierung sieht das C8 "monströs" aus, aber das war nicht ganz neu für mich, weil ich das bei dem Treffen mit meinem Sternfreund ja schon sehen und ausprobieren konnte. Und ein anderer Sternfreund hatte mir Fotos von seinem LX200 auf dieser Montierung gesendet, und das sah in etwa genauso "überladen" aus...

Als der Sternfreund, dessen C8 ich schon einmal auf der Star Discovery-Montierung testen konnte, meine Fotos von dieser Konfiguration sah, war er wohl doch etwas verunsichert darüber, ob diese Kombination "arbeitsfähig" sei. In der Realität kam ihm die Montierung nicht so überladen vor wie auf den Fotos. Er hat sich dann auch gleich nach Alternativen für meine Montierung umgeschaut, zum Beispiel die neue Meade LX65-Montierung, die aber auch nur ähnlich viel (oder wenig...) tragen kann wie die Star Discovery-Montierung.

Insgesamt kann ich den C8-Tubus (5,7 kg) aber mindestens genauso gut tragen wie den Explorer 150PDS-Tubus, auch wenn dieser geringfügig leichter (5,5 kg) sein mag, doch seine Länge macht ihn für mich schwerer zu beherrschen. Das Einsetzen des C8 in die Prismenschiene klappt gut, wohl auch, weil der Tubus recht kurz ist (ca. 45 cm). Ganz praktisch finde ich auch den Handgriff hinten, an dem man den Tubus herumtragen kann (aber wohl ohne Zubehör...).

Sucherschuh

Nach dem Einstetzen des Tubus in die Montierung fiel mir dann gleich auf, dass der Sucherschuh unten links zu liegen kommt (wie auch bei den Skymax-Modellen). Das ist natürlich nicht ideal! Für den Einsatz des Celestron StarSense-Moduls brauche ich dann vielleicht noch einen doppelten Sucherschuh, wie ihn ein Sternfreund für seinen Meade LX200-Tubus (bei dem der Sucherschuh auch unten liegt) angeschafft hat. Beim Explorer 150PDS habe ich die Kalibrierung des StarSense-Moduls allerdings auch so hinbekommen, also ohne Sucher...

Ich hatte auch schon überlegt, den zweiten Sucherschuh meines Rigel-Peilsuchers auf dem C8 aufzukleben, aber der Plastikring hinten am Tubis ist zu schmal für den Sucherschuh, und auf dem Tubus möchte ich den Schuh nicht aufkleben, weil beim Einsetzen und Herausnehmen des Suchers aus dem Schuh starke Scherkräfte auftreten und den Tubus verbiegen können.

Tasche

Herr Kloß hatte mir vom Kauf einer Tasche abgeraten, aber ich hatte ihn überstimmt. Vielleicht hätte ich doch auf ihn hören sollen! Die Tasche hat zwar die richtige Größe, aber den Tubus da hineinzuzwängen und wieder herauszuwürgen, erfordert vier Hände! Und wenn der Tubus in der Tasche ist, ist diese unten rund und liegt nicht richtig auf dem Boden - es fehlt eine Verstärkung des Bodens. Die Gummibänder hervorzuholen, um den Tubus damit zu sichern, ist auch keine leichte Aufgabe. Beim Schließen der Verschlüsse rutschen mit die Bänder leicht aus der Hand, weil der Zug der Bänder so stark ist. Na ja, die werden sicher mit der Zeit ausleiern...

2"-Zenitspiegel und seine Freuden...

Herr Kloß hatte mir geraten, es zunächst mit dem mitgelieferten 1,25"-Zenitspiegel zu probieren und zu abzuwarten, inwieweit mich das Spiegel-Shifting stören wird. Als Abhilfe könnte man nämlich einen 2"-Okularauszug für die feinere Scharfstellung einbauen, und das würde einen spezifischen 2"-Zenitspiegel überflüssig machen. Nach einer Woche habe ich aber doch einen 2"-Zenitspiegel mit SCT-Gewinde von einem Sternfreund gekauft, der sich einen solchen Okularauszug zugelegt hat... So kann ich auch einige 2"-Okulare testen, die er mir zum Ausprobieren geliehen hat (und meine eigenen).

Als ich den Zenitspiegel montierte (22.11.2019) stellte ich mit Schrekchen fest, dass die Okularhülse des Spiegels mit dem Scharfeinstellknopf kollidieren würde, wenn ich den Spiegel exakt waagerecht montieren würde. Also habe ich ihn ein wenig schräg montiert! Außerdem habe ich die Überwurfmutter viel zu fest angezogen, so dass ich sie erst mit Hilfe eines Gummituches wieder vom Tubus lösen konnte. Der Spiegel muss leider wieder entfernt werden, damit der Tubus in die Tasche passt - da habe ich also zu "knapp" gekauft, um den Zenitspiegel unterzubringen zu können! Also schraube ich das 1,25"-Rückteil jedes Mal wieder an, wenn ich den Tubus in die Tasche packe...

Fast "First Light"...

Am 24.11.2019 hatte ich gewisse Hoffnungen, dass ich das eine oder andere DSO zwischen den Wolken beobachten könnte, aber außer den Wega im 35 mm- und 56 mm-Okular habe ich nichts sehen können und das Teleskop enttäuscht wieder eingepackt...

Ein "verteiltes First Light"...

Am 27.11.2019 kamen wir später nach Hause, und am Himmel prangte im Osten der Orion - mal mehr und mal weniger. Also habe ich zu Hause so schnell wir möglich das C8 auf der Star Discovery-Montierung aufgebaut und mit der Handbox betrieben (ohne Alignment). Leider war mein Bemühen von nicht allzuviel Erfolg gekrönt, denn die Wolken machten mir immer wieder und bald endgültig einen Strich durch die Rechnung. Dennoch konnte ich kurz den Orionnebel M 42/43 sehen und auch kurz die Plejaden M 45, die ich aufsuchte, als der Orionnebel verdeckt war. Mir kam es vor, als hätte ich den Orionnebel noch nie so schön im Teleskop gesehen (28 mm, 35 mm, 56 mm), jedenfalls solange keine Wolken ihn verdeckten. Nicht nur die "Schwingen" waren gut zu sehen (so sieht der Nebel für mich aus...), auch das Trapez war sehr gut zu erkennen. Meine Frau hat es allerdings nie geschafft, rechtzeitig bei einer Wolkenlücke am Teleskop zu sein. Auch die Plejaden M 45 fand ich im C8 sehr schön!

Am 29.11.2019 fuhren wir nach Erkerode bei Braunschweig, und ich habe abends noch das C8 mit einer Vielzahl von Okularen am Kugelsternhaufen M 15 im Pegasus ausprobiert. Mit den langbrennweitigen Okularen (56 mm, 38 mm, 35 mm, 32 mm) fiel mir vor allem der helle Kern deutlich auf, der von einem Schimmer umgeben war. Schön war M 15 auch mit 28 und 24 mm (73- und 84-fach). Bei gut 100-facher Vergrößerung war M 15 bereits recht groß (18 mm, 16 mm), aber ich konnte den Haufen noch nicht in Sterne auflösen. Das gelang bei 200-facher Vergrößerung (10 mm), allerdings auch nur mit indirektem Sehen. Dabei hatte der Haufen aber schon eine deutliche Struktur. Nach dem Abendessen versuchte ich, den Kugelsternhaufen M 2 im Aquarius zu finden, der unterhalb von M 15 liegt, aber dies gelang mir nicht. Dann kamen schnell Wolken und setzen meinen Versuchen ein Ende.

Am 30.11.2019 habe ich in Erkerode die Mondsichel beobachtet und einige eigene und geliehene Okulare daran verglichen, bis der Mond unterging. Für einen Test am Kugelsternhaufen M 2 reichte es wieder nicht, weil Wolken erschienen. Später wurde es wieder klarer, und wir haben noch den Orionnebel M 42/43 (Orion) beobachtet, bis dort auch wieder Wolken aufkamen. Anschließend haben wir die Plejaden M 45 (Taurus) beobachtet, die höher am Himmel standen und deshalb noch wolkenfrei waren. Beim Mond war der Tubus vielleicht noch zu warm, es "flimmerte", und ich hatte Probleme mit dem Fokussieren. M 42/43 war anfangs sehr schön, wurde dann aber immer schwächer. M 45 war auch schön, aber nicht vollständig im Bildfeld.

Am 2.12.2019 habe ich in Erkerode noch einmal die etwas größere Mondsichel beobachtet und einige eigene und geliehene Okulare daran verglichen. Mehr war an diesem Tag nicht drin...

Damit beende ich meine "allerersten" Eindrücke vom Celestron C8...

Erste Eindrücke - Ein erstes "breiteres" Programm...

Am 4.12.2019 war bereits Halbmond, und diesen habe ich in Erkerode einerseits zu weiteren Okularvergleichen am Halbmond genutzt, aber auch zur visuellen Suche nach zwei kleinen Kratern (bisher hatte ich nur auf Fotos nach kleinen Kratern Ausschau gehalten). Außerdem gelang es mir an diesem Tag, den Kugelsternhaufen M 2 (Aquarius) zu finden und mit verschiedenen Okularen (bis 200-fache Vergrößerung) zu beobachten. Der Halbmond hellte den Himmel allerdings so stark auf, dass es mir selbst bei der höchsten Vergrößerung nicht gelang, M 2 in Einzelsterne aufzulösen. Immerhin sah ich bei geringeren Vergrößerungen den hellen Kern schön. Anschließend habe ich den Kugelsternhaufen M 15 (Pegasus) beobachtet, der in der Tat M 2 sehr ähnlich war und in etwa die gleichen Ergebnisse erbrachte. Später beobachtete ich den Orionnebel M 42/43, dann die Plejaden M 45, danach den galaktischen Reflexionsnebel M 78 und am Ende noch einmal den Orionnebel M 42/43 mit diversen Filtern.

Halbmond

Kugelsternhaufen M 2 und M 15

Orionnebel M 42/43

Plejaden M 45

Galaktischer Nebel M 78

Zusammenfassung

Die Beobachtungen dieses Tages (und teilweise der Vortage) erbrachten insgesamt ein erfreuliches Ergebnis:

Insgesamt bereue ich den Kauf des C8 bisher nicht, und diese Ergebnisse machen mich gespannt, auf das, was mit dem C8 noch möglich sein wird!

 

Weitere Erfahrungen

<in Vorbereitung>

 

Probleme

<in Vorbereitung>

 

Fotoversuche

<in Vorbereitung>

 

Fazit

<in Vorbereitung>

 

Links

 

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08.12.2019