Unistellar eVscope - Informationen (4,5" Newton)

Einführung | Über das eVscope | Aussehen | Sensor, Pixelwerte, Gesichtsfeld | Bildgröße in Pixeln | Beobachten mit dem eVscope | Besuchte Himmelsobjekte | Erste Erfahrungen | Fotoversuche | Erstes Fazit | Links | Anhang: Daten

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Auf dieser Seite stelle ich einige Informationen zu meinem elektronischen 4,5"-Newton-Teleskop Unistellar eVscope 112 mm/450 mm (f/4)* zusammen.

*) Mitte November 2017 bei Kickstarter beteiligt, am 27.1.2020 bei mir eingetroffen.

Hinweise:

Hinweis: Anfang Dezember 2021 habe ich ein im Oktober bestelltes eVscope 2 erhalten (ich hatte es bestellt, weil ich mich die bessere Bildqualität und das etwas größere Gesichtfeld überzeugt hatten). Deshalb habe ich mein eVscope Mitte März 2022 verkauft. Aus diesem Grunde werde ich an dieser Stelle keine weiteren Erfahrungen mit diesem Teleskop mehr berichten.

 

Einführung

Im November 2017 habe ich über den "Abenteuer Astronomie"-Newsletter vom Unistellar eVscope zum ersten Male erfahren. Seit einigen Wochen lief bereits eine Kickstarter-Kampagne zu diesem neuartigen Teleskop (sie lief bis zum 24.11.2017 mit am Ende 2.144 Unterstützern und 2.209.270 $ Unterstützungskapital), und ich habe mich auch beteiligt. Leider war es jedoch schon viel zu spät, um noch eines der beiden günstigen Angebote zu ergattern... Die Auslieferung des Teleskops, das man der "elektronisch unterstützten Astronomie" (electronically augmented astronomy, EAA) zurechnen kann, sollte ursprünglich im November 2018 beginnen (ich erhielt mein Exemplar Ende Januar 2020).

Fotos: Mein eVscope (Ende Januar 2020)

Überbrückung der Wartezeit

Erfahrene Kickstarter-Unterstützer rechneten allerdings eher mit einem oder mehreren Jahren mehr bis zur Auslieferung... Deshalb habe ich mich zusätzlich entschieden, eine ähnliche Lösung, die zwar flexibler sein mag, aber viel umständlicher aufzubauen und zu bedienen ist, zu kaufen, um schon einmal einen Eindruck von den Möglichkeiten des eVscopes zu erhalten. Trotzdem ist auch diese Lösung immer noch viel einfacher als "echte" Astro-Fotografie. Es ist eine Atik Infinity Color-Kamera (sie besitzt einen ähnlichen Chip von Sony wie das eVscope, aber die Chipfläche ist fast doppelt so groß, und es ist ein CCD-Sensor), die ich auf meiner Sky-Watcher Star Discovery-Montierung primär mit meinem 6"-Explorer 150PDS-Newton-Tubus betreiben wollte (außer der Kamera also eine "reine" Sky-Watcher-Lösung...) und nun mit meinem Celestron C8 mit f/6.3 Reducer/Corrector betreiben möchte.

Auslieferung: Dreimal/Viermal ein neues Auslieferungsdatum

Wie oben geschrieben, wurde während der Kickstarter-Kampagne für das eVscope im November 2017 der November 2018 als Auslieferungstermin angekündigt. Er wurde jedoch mehrmals nach hinten verschoben:

    • April 2018: Custom-made electronics
    • May 2018: Industrial prototyping begins
    • July 2018: First industrial prototype
    • November 2018: Second industrial prototype (i.e. near-final product)
    • December 2018: Tooling, molding, and assembly lines
    • January 2019: Pre-productions
    • March 2019: Mass production starts (Massenproduktion beginnt)
    • May 2019: Delivery (Auslieferung)

Auslieferung: Meine Auslieferung und weitere Ereignisse (Verlauf)

Weitere Ereignisse (Verlauf)

 

Über das eVscope

Was ist das eVscope?

Zunächst einmal ist das eVscope ein 4,5"-Newton-Teleskop (Spiegeldurchmesser 112 mm, Brennweite 450 mm, Öffnungsverhältnis f/4) auf einer Alt-AZ-GoTo-Montierung. Das Besondere daran ist jedoch, dass es seinen Besitzern Bilder von Himmelsobjekten zeigen können soll, die an die Fotos erinnern, die mit großen oder mit Weltraum-Teleskopen aufgenommen wurden (natürlich in einer geringeren Auflösung, aber immerhin) und sogar auch farbig sind. Das Teleskop soll einfach zu bedienen sein und funktioniert mehr oder weniger vollautomatisch. Die folgende Liste (ähnlich der Grafik von der Kickstarter-Kampagne) bei veranschaulicht die wichtigsten Eigenschaften des eVscope (von mir frei übersetzt):

    
  • Enhanced Vision Technology
    for incredible views of the night
  • Autonomous Field Detection
    easy pinpointing and learning
  • Campaign Mode
    feel the thrills of scientific discovery
  • Connected
    smartphone controllable and social media sharing
  • Portable and Autonomous
    carry it and use it anywhere
    
  • Erweiterte Bildverarbeitungstechnologie
    für unglaubliche Ausblicke auf den Nachthimmel
  • Autonome Felderkennung
    einfache Lokalisierung und lernfähig
  • Kampagnenmodus
    spüren Sie den Nervenkitzel wissenschaftlicher Entdeckungen
  • Verbunden
    Mit dem Smartphone steuerbar und die Ergebnisse teilbar in sozialen Medien
  • Tragbar und autonom
    Trage es überall hin und benutze es dort

Um solche Bilder zeigen zu können, bedient sich das Teleskop eines hochempfindlichen CMOS-Sensors. Dessen Bild wird im eingebauten Computer mit aufwändigen Algorithmen verarbeitet, vor allem überlagert mit immer neuen Bildern ("Stacking" genannt), die kontinuierlich aufgenommen werden, um das Rauschen zu verringern, aber auch die Bilddrehung zu beseitigen, die bei Alt-AZ-Montierungen im Laufe der Zeit entsteht. Das aufbereitete Bild wird in "Echtzeit" auf einem OLED-Display wiedergegeben, das durch ein Okular betrachtet wird (also eine Art elektronischer Sucher), so daß man ein ähnliches Beobachtungserlebnis erhält wie bei normaler visueller Beobachtung. Wie man in der Schemazeichnung unten erkennen kann, entfällt in dieser Konstruktion der Sekundärspiegel - an seiner Position sitzt der Sensor. Diese Art von Teleskopie nennt man auch "electronically augmented astronomy (EAA)", weil ein elektronisch verstärktes und Software-bearbeitetes Bild betrachtet wird (siehe Seite EAA, Video-Astronomie... für weitere Informationen).

Abbildung: Schematische Darstellung des eVscope (Quelle: Unistellar)

Das Teleskop wird drahtlos mittels einer Smartphone-App gesteuert. Da das Sensorsignal auf das Smartphone übertragen wird, kann man sich das Abfotografieren des Suchereinblicks ersparen (einige der frühen Beispiele, die Unistellar veröffentlicht hat, können können aber am Okular aufgenommene Fotos sein) - und im Grunde sogar die Verwendung des Okulares (Unistellar denkt bereits über eine Version ohne Okular nach...).

Die Ausrichtung des Teleskops erfolgt vollautomatisch, was ich sehr zu schätzen weiß, denn die 2-Sterne-Ausrichtungprozedur meiner Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo-Montierung ist manchmal etwas mühsam (oder man findet keine passenden Sterne...). Zuguterletzt ist das Teleskop leicht zu transportieren (9 kg mit Stativ) und liefert auch bei lichtverschutztem Himmel noch annehmbare Ergebnisse (was für die Astrofotografie allgemein gilt, wie ich bei einem Sternfreund erfahren konnte...).

Was mich persönlich weniger interessiert, ist der Kampagnen-Modus, der vor allem von einem Mitglied des Gründer-Teams vorangetrieben wird, das selbst am SETI-Institut arbeitet. Aber andere Unterstützer scheint dies sehr zu interessieren.

Weitere Details und technische Daten finden sich unter Daten des Unistellar eVscope.

Kurze Geschichte des eVscope

Die Grundidee des eVscope wurde von Arnaud Malvache entwickelt, im Austausch mit Laurent Marfisi, denn beide waren von den Möglichkeiten traditioneller Teleskope enttäuscht. Malvaches Idee war es, einen lichtempfindlichen Sensor einzusetzen, um Schritt für Schritt das Licht zu verstärken, das wir im Okular des Teleskops sehen. Das war wohl im Jahr 2014...

Zwischen Januar 2015 und November 2016 wurden die Bildverarbeitungsalgorithmen entwickelt und ein erster Prototyp im Labor gebaut. In dieser Zeit entstanden auch Geschäftsplan und Designkonzept. Nach drei Jahren Entwicklungsarbeit hatte Unistellar jedenfalls einen funktionsfähigen Prototypen gebaut und zeigte ihn seit Frühsommer 2017 auf Astronomie-Veranstaltungen und Computermessen in Europa und den USA. Im Jahr 2017 gab es auch Bilder davon, wie das endgültige Produkt aussehen sollte. Ob die Designstudie allerdings auch funktionsfähig war, weiß ich nicht. Das Produkt wird in Asien gefertigt (Shanghai, China) - aus Teilen, die aus Europa und Asien stammen.

Im Oktober 2017 startete Unistellar eine Kickstarter-Kampagne, die am 24. November endete - mit 2144 Unterstützern und über 2,2 Millionen Dollar Kapital. Ich habe mich am 11.11.2017 als Unterstützer Nr. 1834 an diesem Projekt beteiligt (1499 $).

Die Auslieferung des fertigen Teleskops war für November 2018 vorgesehen, aber kaum jemand wagte es, dies zu glauben. Und tatsächlich wurde die Auslieferung mehrfach verschoben (siehe oben), "am Ende" auf Dezember 2019 bis Februar 2020 (und sollte sich bis zum Ende Mai 2020 erstrecken), was viele "Kickstarter Backer" enttäuscht hat. Im Oktober 2019 fand ein einmonatiger Beta-Test statt, der immerhin keine technischen Änderungen am Teleskop erforderlich machte. Erste Auslieferungen erfolgten im Dezember 2019; die erste Charge von 1000 eVscopes wurde wohl von Ende Dezember 2019, teilweise Januar 2020 bis Februar 2020 ausgeliefert. Die zweite Charge verzögerte sich durch die Corona-Krise und dadurch bedingte Beinträchtigungen, und ihre Auslieferung wird im Mai oder Juni 2020 beginnen. Auslieferung außerhalb Nordamerikas und Europas werden vermutlich noch später erfolgen.

Weil auch ich zu den Zweiflern am angekündigten Auslieferungsdatum gehörte und ich auch kein Jahr oder mehr auf das "Erlebnis" warten wollte, habe ich mir Ende 2017 eine Atik Infinity Colour-Kamera zugelegt, um das Grundprinzip schon einmal zu verstehen und etwas "Astrofotografie" üben zu können. Und nachdem immer wieder Verzögerungen der Auslieferung angekündigt wurden, war ich umso überzeugter, dass dies der richtige Schritt war. Leider habe ich die Kamera jedoch nur wenig eingesetzt.

Wer steht hinter dem eVscope?

Das eVscope wird von vier französischen Wissenschaftlern entwickelt, die jeweils ihre spezifischen Kenntnisse in das Projekt einbringen. "Erdacht" wurde das eVscope von Arnaud Malvache, der auf Bildverarbeitung spezialisiert ist. Laurent Marfisi scheint das eVscope zu einem "Produkt" gemacht zu haben, Antonin Borot entwickelte die optische Architektur des eVscope und Franck Marchis, der am SETI institut arbeitet, erweitert das eVscope in Richtung auf wissenschaftliche Anwendungen (z.B. SETI-Kampagnen).

Fotos: Arnaud Malvache (CTO, links), Laurent Marfisi (CEO, Mitte links), Antonin Borot (Chief of Optical Engineering, Mitte rechts) und Franck Marchis (Chief Scientific Officer, rechts) (Quelle: Unistellar-Website)

Im März oder April 2018 unterzeichnete Unistellar "a production agreement with a well-known manufacturer that is highly regarded in its field and very experienced at making complex, high-quality consumer electronics." Wer dieser Hersteller ist, gaben sie jedoch leider nicht bekannt. Er ist in Shanghai, China, beheimatet.

Fragen an die Gründer (von Unistellar Website, eigene & "Google"-Übersetzung)

Was war Ihre anfängliche Motivation, Unistellar zu gründen?

Klassische Teleskope eignen sich hervorragend für die Betrachtung der vier Hauptplaneten Mars, Venus, Jupiter und Saturn. Aber selbst teure High-End-Geräte lassen uns nicht viel mehr als das sehen und lassen die wirklich beeindruckenden Farben und Details vieler Deep-Sky-Objekte völlig vermissen. Während die Astronomie als Hobby immer noch sehr beliebt ist, sind die meisten Menschen schnell enttäuscht von dem, was sie durch ihre Teleskope sehen, und bringen sie in den Keller, wo sie Staub ansetzen. Das war das Problem, das wir lösen wollten. Unser erstes Ziel war es, die visuelle Astronomie mehr Spaß, aufregender und einfacher zu machen. Als Wissenschaftler wollten wir auch ein starkes, wachsendes Interesse an astronomischer Forschung und "Citizen Science" fördern, und wir glaubten, dass der Weg dazu wäre, das Teleskop in ein weit leistungsfähigeres und benutzerfreundlicheres Gerät zu verwandeln.

Wie "verbessert" das eVscope ein Bild? Zum Beispiel haben Sie erwähnt, dass es im Laufe der Zeit Licht sammelt ... was bedeutet das?

Die meisten astronomischen Objekte sind zu schwach, um vom menschlichen Auge wahrgenommen zu werden, selbst mit einem Teleskop. Das liegt daran, dass unsere Augen einfach kein Licht sammeln können wie ein Sensor es kann. Unsere Idee war es, modernste "Wenig-Licht"-Sensor-Technologie und proprietäre Algorithmen zu verwenden, um Licht zu sammeln und es in Echtzeit in das Okular des Teleskops zu projizieren. In Sekundenschnelle ermöglicht dies Beobachtern, Farben und Details von Nebeln, Galaxien und Kometen zu sehen, die normalerweise selbst in größeren, traditionellen Teleskopen nicht zu sehen sind.

eVscope eQuinox

Im Frühjahr 2021 brachte Unistellar das eVscope eQuinox, das kein elektronisches Okular aufweist, auf den Markt. Äußerlich unterscheidet es sich vom originalen eVscope, neben dem Fehlen des Okulars, durch die schwarze Farbe des Tubus. Es kostet 200 Euro weniger als das urspüngliche Modell. Die Unterschiede zwischen beiden Modellen werden im folgenden beschrieben (vom Unistellar Help Center: eVscope vs eQuinox)!

Übersetzung: Beide Modelle sind sehr ähnlich, und die einzigen Unterschiede zwischen dem eQuinox und dem eVscope sind:

Es gibt keine anderen Hardware- oder Software-Unterschiede.

Original: Both models are very similar and the only differences between the eQuinox and the eVscope are:

There is no other hardware or software difference.

eVscope 2 vs. eVscope Equinox und vs. das originale eVscope

Im September 2021 brachte Unistellar das eVscope 2, das ein verbessertes elektronisches Okular und einen neuen, größeren Sensor (Sony IMX347) aufweist, auf den Markt. Äußerlich unterscheidet es sich vom originalen eVscope wenig. Es kostet einschließlich des Rucksacks, mit dem es zusammen verkauft wird, 800 Euro mehr als das urspüngliche Modell. Die Unterschiede zwischen den Modellen (das originale eVscope ist nicht mehr lieferbar) werden in der folgenden, nicht übersetzten Tabelle beschrieben (vom Unistellar Help Center: eQuinox VS eVscope 1.0 VS eVscope 2), die ich etwas ergänzt habe:

Specifications eQuinox eVscope 1 eVscope 2
Battery Life up to 12h
(no eyepiece)
up to 10h up to 10h
µSD Storage Capacity 64GB 16GB 64GB
Display --- OLED screen OLED screen
HARDWARE
Optical Magnification: 50x
Digital Magnification: up to 400x (150x recommended maximum)
Field of View 27 arcmin x 37 arcmin 27 arcmin x 37 arcmin 34 arcmin x 47 arcmin
Max Magnitude: <16 in the medium quality night sky in under a minute, up to 18 in excellent conditions in a few minutes
Resolving Power (Image Scale) 1.72 arcsec 1.72 arcsec 1.33 arcsec
Mirror Diameter: 4.5"
Focal Length: 450 mm
Motorized Alt-Az Mount with extreme tracking accuracy thanks to Automated Celestial Tracking with Feedback
Weight: 19.8 lbs (9 kg) including tripod
ELECTRONICS
Sensor Technology: Sony Exmor with NIR technology
Sensor Model IMX224 IMX224 IMX347
Pixel Size 3.75 x 3.75 µm 3.75 x 3.75 µm 2.9 x 2.9 µm
Pixels 1280 x 960 1280 x 960 2048 x 1536
Megapixels approx. 1.23** approx. 1.23** approx. 4.09**
eVscope Pixels in EV Mode (since app version 1.3/1.4) 2560 x 1920 2560 x 1920 3200 * 2400
eVscope Megapixels in EV Mode (since App Version 1.3/1.4) 4.9* 4.9* 7.7*

*) According to Unistellar; **) according to Sony; mehr zum eVscope 2 auf Seite Unistellar eVscope 2 - Informationen (4,5" Newton)!

 

Aussehen

Auspacken

Der Karton

    

Gewicht: 17,25 kg
Größe: 800 x 575 x 300 mm (L x B x H)

    

Gewicht: etwa 17 kg (eigene Messung)
Verpackungsgewicht: 4,7 - 4,8 kg (eigene Messung)
Meine Größenmessungen siehe unten...

Der Karton...

 

Dito

 

Dito

   

Dito

 

Etwa 80 cm lang ...

 

... wie man hier sieht

   

Etwa 57 cm breit ...

 

... wie man hier sieht

 

Und etwa 34 cm hoch

Den Karton öffnen...

    

    

Karton göffnet

 

Dito, näher ran

 

Innerer Deckel geöffnet

   

Zweiter innerer Deckel geöffnet

 

Anleitungen

 

Schaumstoffdeckel abgenommen

   

Stativ entnommen

 

Rucksack mit Teleskop drin ebenfalls entnommen

 

Dito

Ausgepackt

    

    

Rucksack von hinten, Stativ, Zubehörkarton

 

Rucksack von vorn, Stativ, Zubehörkarton

 

Rucksack geöffnet, eVscope und Zubehörtasche

    
    

Dito, Zubehörkarton geöffnet

 

Dito, Zubehör ausgepackt

 

eVscope im Rucksack, Tasche herausgenommen

    
    

Anleitungen

 

Stativ voll ausgezogen

 

Libelle zum Nivellieren im Stativ

   

eVscope

 

USB-A- und USB-C-Anschluss unten am eVscope

 

Zubehörtasche provisorisch mit dem gelieferten Zubehör gefüllt

Aufgebaut - Aussehen

    
    
    

eVscope inParkposition, Stativ ganz ausgefahren

 

Dito, Stativ halb ausgefahren

 

Dito, Tubus bewegt (habe es endlich geschafft...)

 

Dito, Streben zu sehen

   
 

Dito

 

Blick von vorn zum Spiegel

 

Dito

 

Dito

             

Tubus von der anderen Seite

 

Besitzer mit eVscope

 

Dito

   

Rucksack (meist mit Stativ)

    
    
    

eVscope im Rucksack

 

Rucksack, Stativ am Rucksack

 

Dito

 

Dito

     

Dito, andere Seite

 

Rucksack in Aktion

 

Dito

 

Dito

    
    
 

Rucksack in Aktion

 

Dito

 

Dito

 

Dito

    
      

Regenschutz herausgezogen

 

Regenschutz über Rucksack gezogen (ohne Stativ)

 

Dito, Rückseite

 

Regenschutz über Rucksack gezogen (mit Stativ)

 

Sensor, Pixelwerte, Gesichtsfeld

Das eVscope (originales und eQuinox) besitzt den gleichen Sony-Sensor wie die ASI224MC-Kamera, nämlich den Sony IMX224/225 (CMOS) mit einer Auflösung von 1,2 MegaPixeln, bzw. 1280 x 960 Pixeln (H/V; die ASI224MC verwendet eine Auflösung von 1304 x 976 Pixeln). Die Pixelgröße beträgt 3,75 µm (quadratische Pixel).

Damit sind alle Größen bekannt, um das Gesichtsfeld des eVscopes auszurechnen, das sich zu 0,61° x 0,46° (36,7'x 27,6') ergibt.

Die folgende Tabelle zeigt das eVscope, eVscope 2 und Vaonis Vespera im Vergleich mit meinen aktuellen Teleskop-Tuben an der ASI224MC und Atik Infinity:

 
Bildwinkel
 
Teleskop Reduzierer Brennweite Öffnung ASI224MC Atik Infinity Bemerkungen
PS 72/432 --- 432 72 0,65° x 0,48° 1,19° x 0,89° Das größte Bildfeld
C5 --- 1250 127 0,22° x 0,17° 0,41° x 0,31° Bildfeld wie C8 mit Reducer
C5 f/6,3 787,5 127 0,36° x 0,17° 0,65° x 0,49° Bildfeld etwas kleiner als TLAPO1027
C8 --- 2032 203 0,14° x 0,1° 0,25° x 0,19° Das kleinste Bildfeld
C8 f/6,3 1280 203 0,22° x 0,16° 0,4° x 0,3° Bildfeld wie C5
TLAPO1027 --- 714 102 0,39° x 0,29° 0,72° x 0,54° Bildfeld etwas größer als C5 mit Reducer
        Grad Minuten  
eVscope --- 450 114 0,61° x 0,46° 36,7'x 27,6' Gleicher Sensor wie ASI224: Sony IMX224/5
eVscope 2 --- 450 114 0,78° x 0,57°* 47' x 34' *Neuer Sensor: Sony IMX347
Vespera   50 200 1,5° x 0,9°** 90' x 54' (ca.) ** Neuer Sensor: Sony IMX462

Grob vereinfacht sind die Bildwinkel bei der Atik Infinity pro Dimension fast doppelt so groß, die Bildflächen also fast viermal so groß wie bei der ASI224MC bzw. beim eVscope. Der PS 72/432-Refraktor liefert ein ähnliches Bildfeld an der ASI224MC wie das eVscope (und das C5 mit Reducer an der Atik Infinity).

 

Bildgröße in Pixeln

Auch wenn der Sensor des eVscope 1280 x 960 Pixel aufweist und das eVscope diese Größe auch nutzt, muss das nicht bedeuten, dass das eVscope seine Fotos in diesem Format abspeichert. Außerdem hielten die "Macher" es eVscopes zu Anfang die Beobachtung durch das Okular für wichtiger als das Abspeichern von Fotos, und schenkten letzterem nicht viel Beachtung. Das änderte sich allerdings, als die eVscope-Benutzer ihre Wünsche anmeldeten (ein Ergebnis ist das eVscope eQuinox ohne Okular)... Und so wurden im Laufe der Zeit die Bildgrößen der abgespeicherten Fotos mehrmals verändert, was ich im folgenden kurz zu beschreiben versuche.

Vor App-Version 1.0: Quadratische Fotos mit 1080 x 1080 Pixeln und "Overlay"

Zu Anfang (ab Ende 2020) speicherte das eVscope nur quadratische Fotos mit einem kreisrunden Beschriftungsring ab, der als Vignette diente und auch "Overlay" genannt wird. Wegen des Overlays wurde das Bildformat über 960 x 960 hinaus auf 1080 x 1080 Pixel ausgedehnt. Damit sollte das abgespeicherte Foto weitgehend dem Eindruck im Okular entsprechen (auch wenn dort keine Beschriftung erscheint). Die Vignette, die über das Bild gelegt wurde, machte den nutzbaren Bereich noch kleiner als 960 x 960 Pixel. Sie erzeugte außerdem auf helleren Objekten am Bildfeldrand Ringe, die sehr stören konnten. Weil auf dem Bildschirm des zur Steuerung verwendeten Smartphones ein rechteckiges Bild gezeigt wurde, das genau der Sensorgröße entsprach, kam es öfter vor (bei mir jedenfalls...), dass auf dem gespeicherten Foto Bildelemente fehlten, die auf den Bildschirm des Smartphone noch gut zu sehen waren. Das Problem war dann, vorher abzuschätzen, was noch auf das Foto kommen wird und was nicht...

App-Versionen 1.0.0 und 1.0.3 (21.4.2020): Quadratische Fotos mit 1120 Pixeln und "Overlay", rechteckige Fotos mit 1280 x 960 Pixeln ohne Overlay

Mit der App-Version 1.0.0 führte Unistellar die folgende Änderung beim Bildformat ein:

Und mit der App-Version 1.0.3 führte Unistellar eine lange gewünschte Änderung beim Bildformat ein:

Leider gehen beim rechteckigen Bildformat die Informationen verloren, die im Overlay erscheinen, inbesondere die Verweildauer im Enhanced Vision-Modus. Unistellar hat nie auf meine Bitten reagiert, diese in der einen oder anderen Form anzubieten. Außerdem ist die Auswahl des rechteckigen Bildformats in der Benutzungsoberfläche so versteckt und "verklausuliert", dass etliche eVscope-Nutzer diese Möglichkeit nicht gefunden haben...

Beipiel: Für M 65/66 wird es mit Overlay recht knapp, ohne Overlay passen beide gut ins Bild:

    

M 65 & M 66 - 22.3.2020, bearbeitet

 

M 65 & M 66 - 23.4.2020, bearbeitet

Beipiel: Bei M 84/86 ist nun mehr Platz für eine dritte Galaxie (NGC 4402):

    

M 86 (rechts M 84, links oben NGC 4402) - 25.3.2020, bearbeitet

 

M 86 und M 84 (rechts; links oben NGC 4402) - 22.4.2020, bearbeitet

App-Version 1.3: Skalierung auf doppelte Seitenlänge (2560 x 1920) im Enhanced-Vision Modus

Für App-Version 1.3 verkündete Unistellar: "Viermal größere Beobachtungsaufzeichnungen für noch mehr eindrucksvolle Erinnerungen an Ihre Sternenbeobachtung". Im Klartext bedeutete dies, dass das Bild ab der neuen App-Version im Enhanced Vision-Modus auf die doppelte Seitenlänge (also die vierfache Fläche), also auf 2560 x 1920 Pixel, hochskaliert wird. Im Live View-Modus bleibt es bei 1120 Pixeln (quadratisch) bzw. 1280 x 960 Pixeln (rechteckig).

Als ich dies las, packte mich zunächst das Entsetzen, denn durch Hochskalieren werden an sich nicht besonders scharfe Fotos eigentlich nur noch unschärfer. Genauere Vergleiche mit "vorher" und "nachher" aufgenommenen Fotos zeigten jedoch, dass eine neue Bildverarbeitung eingeführt wurde, welche die Fotos schärfer und besser aussehen läßt. Aber es gibt auch Ausnahmen wie Kugelsternhaufen und Galaxien mit hellem Kern, die nun stärker ausgewaschen sind. Ich diskutiere dies auf Seite Alte versus neue Bildverarbeitung (ab V. 1.3).

Es bleibt abzuwarten, ob dies nun das letzte Wort beim Bildformat für das eVscope (eQuinox) ist oder nicht...

 

Beobachten mit dem eVscope

Seite Beobachten in Kurzform beschreibt kurz, wie man mit dem eVscope beobachtet.

 

Besuchte Himmelsobjekte

Um Doppelpflege und Redundanz zu vermeiden habe ich die Liste aller mit dem eVscope besuchten Himmelsobjekte auf eine eigene Seite ausgelagert: Deep-Sky-Beobachtungen mit eVscope (Gesamtliste der Objekte)

 

Erste Erfahrungen

Allgemeine Erfahrungen

Aus Platzgründen habe ich die ersten allgemeinen Erfahrungen mit dem eVscope auf eigene Seiten ausgelagert: Erste Erfahrungen, Erste Erfahrungen Teil 2 und Weitere Erfahrungen (WLAN, Datenübertragung). Sie beziehen sich auf die App-Version 1.0 und früher.

Beobachtungen

 

Fotoversuche

Erster Versuch mit dem eVscope

Die folgenden Fotos sind während meiner allerersten Beobachtungsnacht (28.1.2020) mit dem eVscope entstanden. Bei einigen Objekten liegen Vergleichsbilder vor, die ich mit der Atik Infinity-Kamera aufgenommen habe.

         

M 1 - eVscope, bearbeitet

 

M 1 - eVscope, bearbeitet

 

M 1 - Atik Infinity, bearbeitet und entrauscht

         

M 78 - eVscope, bearbeitet

 

B 33 - eVscope, stark bearbeitet

 

B 33 - eVscope, stark bearbeitet, schwarz-weiß

   

M 42/43 - eVscope, bearbeitet

 

M 42/43 - eVscope, bearbeitet

 

M 42/43 - Atik Infinity, bearbeitet

         

M 34 - eVscope

 

M 34 - eVscope

 

M 35 - eVscope

         

M 45 - eVscope

 

M 45 - Atik Infinity, bearbeitet

 

M 35 - Atik Infinity, bearbeitet

Weitere Fotoversuche mit dem eVscope

Die obigen und weitere frühe Fotoversuche finden sich aus Platzgründen auf der Seite Unistellar eVscope - Erste Beobachtungssitzungen.

Meine besten Fotos sammle ich in der eVscope-Foto-Galerie: Unistellar eVscope - Foto-Galerie (Messier-Katalog) - Unistellar eVscope - Foto-Galerie (Andere) - Unistellar eVscope - Spezialitäten-Galerie Teil 1 - Teil 2 - Teil 3.

Außerdem habe ich Übersichten angelegt, auf denen von jedem Objekt nur jeweils ein Foto gezeigt wird: Messier-Katalog - Galaxien - Kugelsternhaufen - Offene Sternhaufen - Nebel

 

Erstes Fazit

Mein erstes Fazit nach gut drei Monaten Besitz des eVscopes habe ich aus Platzgründen auf eine eigene Seite ausgelagert: Unistellar eVscope - Erstes Fazit.
Daraus: Ich bin froh, an der Kickstarter-Kampagne für das eVscope teilgenommen zu haben, es bereits ausgeliefert bekommen zu haben und es trotz eines ziemlich holperigen Starts bereits ausführlich nutzen zu können. Ich werde es nicht mehr hergeben - und hoffe, dass diese Meinung noch eine ganze Reihe von Jahren Bestand haben wird (und das eVscope auch)*. Vielen Dank Unistellar für dieses tolle Teleskop!
*) Diese Meinung hat nur bis Ende 2021 Bestand gehabt, dann kam das eVscope 2!

 

Links

 

Anhang: Daten des Unistellar eVscope

Hardware

Rucksack

Elektronik

"Smarts"

Sensordaten

*) Diagonale: 6,09 mm (Typ 1/3, Quad VGA mode) oder 5,59 mm (Typ 1/3,2, HD720p mode)

Backpack-Eigenschaften

Der eVscope-Rucksack wurde in Zusammenarbeit mit dem weltweit führenden Hersteller großer Teleobjektiv-Transporttaschen sorgfältig entwickelt. Er besteht aus robustem, verstärktem Gewebe und ist sorgfältig mit hochdichtem Schaumstoff gepolstert, um Ihr Teleskop vor jeglichen Stößen zu schützen.

Das ideale Zubehör, um die Portabilität des eVscope voll auszuschöpfen. (Quelle: UnistellarHelp Center)

 

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28.07.2022