Unistellar eVscope - Erstes Fazit

Einführung | eVscope zum "Schnellspechteln"? | eVscope gegen Atik Infinity | Wo liegen die eVscope-Fotos? | Was kann ich mit dem eVscope machen? | Links

In Arbeit

Auf dieser Seite werde ich mein Fazit zu meinem elektronischen 4,5"-Newton-Teleskop Unistellar eVscope zusammenstellen (Mitte November 2017 bei Kickstarter beteiligt, am 27.1.2020 eingetroffen). Dies wird sicher länger hinziehen, und deshalb kann diese Seite als eine "Dauerbaustelle" betrachtet werden. Vielleicht ist all dies auch nützlich für andere, die sich das eVscope zulegen möchten...

Siehe auch:

 

Einführung

Im November 2017 habe ich über den "Abenteuer Astronomie"-Newsletter vom Unistellar eVscope zum ersten Male erfahren. Seit einigen Wochen lief bereits eine Kickstarter-Kampagne zu diesem neuartigen Teleskop (sie lief bis zum 24.11.2017 mit am Ende über 2100 Unterstützern und über 2 Millionen Dollar Unterstützungskapital), und ich habe mich auch beteiligt. Leider war es jedoch schon viel zu spät, um noch eines der beiden günstigen Angebote zu ergattern... Die Auslieferung des Teleskops, das man der "elektronisch unterstützten Astronomie" (electronically augmented astronomy, EAA) zurechnen kann, erfolgte für mich Ende Januar 2020.

Fotos: Mein eVscope (Ende Januar 2020)

Natürlich ist es sogar für ein erstes Fazit viel zu früh, zumal ich das eVscope gerade erst erhalten habe (27.1.2020) und erst einige wenige Male testen konnte (siehe Seite Unistellar eVscope - Erste Beobachtungssitzungen). Aber einige erste Gedanken und Erfahrungen möchte ich hier schon berichten.

 

Holperiger und nervenaufreibender Einstieg - nach langem Warten

Nach gut 2 Jahren Wartezeit erhielt ich Anfang Dezember 2019 die Nachricht, dass mein eVscope zu mir unterwegs sei. Als voraussichtlicher Ankunftstermin wurde mir der 18. Dezember genannt. Doch die Auslieferung verzögerte sich aus verschiedenen Gründen (u.a. Streiks in Frankreich) bis zum 27.1.2020. Zuvor war die Unistellar-App veröffentlicht worden (16.12.2019), was für mich bedeutete, dass ich noch ein iPhone erwerben musste, denn die App konnte nicht auf meinem WLAN-iPad installiert werden (weil GPS fehlt). Das ist in meinen Augen eine völlig unnötige Einschränkung, denn man kann die Ortsdaten auch per Hand in der App eingeben.

Als das eVscope bei mir eintraf, war die Freude natürlich groß. Leider wurde sie sehr schnell gedämpft, weil sich mein eVscope nicht zuverlässig einschalten ließ. Vom sehr freundlichen und engagierten Unistellar-Support erfuhr ich, dass ich zu den "Glücklichen" gehörte, bei denen eine defekte microSD-Karte eingebaut worden war. Mir wurde schnell eine neue Karte zugesandt, allerdings so schnell, dass sogar vergessen wurde, die Software auf der Karte aufzuspielen. Außerdem musste ich noch noch einen (Satz) Spezialschlüssel aus den USA bestellen, um das eVscope öffnen zu können. Karte und Schlüssel kamen am selben Tag an, doch ich musste schnell feststellen, dass neue Karte leer war. Also habe ich es einige Tage wieder mit der alten Karte versucht, aber weil diese nicht zuverlässig funktionierte, dann doch eine neue geordert, die auch bald kam (Mitte Februar 2020). Seitdem startet das eVscope zuverlässig! Allerdings bemerkte ich bald, dass die Fotos nun leider voller Störpixel waren. Rückfrage beim Unistellar-Support ergab, dass noch eine Darkframe-Aufnahme gemacht werden muss, um die Störpixel zu entfernen. Dies ist jedoch nur mit der neuen Version der App möglich, die in Kürze erscheinen soll. Die "Kürze" dauert inzwischen fast einen Monat, und so warte ich sehnlichst auf die neue Version der App, die auch weitere Fehler beheben und neue Features bringen soll! So schön also alles ist, wenn das eVscope funktioniert, so hat mich dieser Beginn doch einige Nerven gekostet!

Details zu all diesem finden sich auf den Seiten:

 

Die erste Version der Unistellar-App

Unikstellar hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass die erste Version der App noch sehr fehlerhaft sein würde. Und so war (und ist) es dann auch!

Man muss dem eVscope allerdimgs zugute halten, dass es selbst davon weitgehend unberührt zu bleiben scheint und dass man nach einem Neustart der App in den meisten Fällen einfach weitermachen kann. Insofern stört die Fehlerhaftigkeit der App in der Praxis lange nicht so sehr, wie man annehmen würde.

Wenn sich die App merkwürdig verhält oder zu hängen scheint, sollte man auch immer wieder mal durch das Okular schauen. Ich habe erlebt, dass dort alles richtig angezeigt wurde, während die App noch an vorherigen Zielen "fest hing".

Die aktuelle Version der App (0.9.3 (94)) bietet 4800 Ziele an, doch ich habe schon einige vermisst, die ich für wichtig halte (z.B. NGC 762, NGC 654, ...); zu 120 Objekten werden Informationen angeboten. Vermutlich wird sich das Angebot erweitern.

Insgesamt halte ich die App für einfach bedienbar, aber ein endgültiges Urteil möchte ich erst fällen, wenn alles ohne Abstürze funktioniert.

Natürlich gibt es viele Dinge, die man sich in der App wünschen würde, und viele eVscope-Besitzer haben diese auch schon geäußert. Aber ich möchte erst die neue App-Version abwarten, bevor ich meine Wünsche anmelde.

Einen großen Wunsch habe ich aber jetzt schon: die Möglichkeit, den "Info-Ring" und das gefundene Objekt abzuschalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

eVscope zum "Schnellspechteln"?

Zugegeben, ich mag den Begriff "Schnellspechteln" überhaupt nicht, aber ich muss auch zugeben, dass man mit dem eVscope in wenigen Minuten (5-10, ich habe es nie gemessen...) zum Beobachten bereit ist. Das ist nicht nur ein Vorteil gegenüber vielen anderen visuellen Teleskopen (außer meinen kleinen Tisch-Dobsons), sondern natürlich ganz besonders gegenüber anderen Astrofotografie-Lösungen. Wolken sind manchmal sogar schneller, als man das eVscope einrichten kann, aber insgesamt kann ich mir kaum eine schnellere Lösung vorstellen - und es ist eine, die man zwischendurch schnell mal wieder zwischen Wolkenperioden aktivieren kann.

 

Scharfstellen

...

 

Kollimieren

...

 

eVscope gegen Atik Infinity

Bei meinem Foto von M 42/43 hatte ich zum ersten Male den Eindruck, mit der Atik Infinity und dem Explorer 150PDS nicht nur mit dem eVscope mithalten zu können, sondern auch ein bisschen besser zu sein... Und meine ersten Versuche mit dem eVscope bestätigen, dass die Atik Infinity bessere Ergebnisse liefert als das eVscope - bei einem deutlich höheren Aufwand als mit dem eVscope nötig ist. Und darum ging es mir ja auch!

 

Wo liegen die eVscope-Fotos?

Die Fotos, die ich mit dem eVscope gemacht habe, liegen vom Eindruck zwischen dem, was man in einem normalen Teleskop sehen kann, und dem, was "echte" Astrofotos zeigen. Deshalb sind sie auch besser für einen Vergleich mit dem visuellen Eindruck geeignet. Beim visuellen Beobachten habe ich meistens hinterher vergessen, was genau ich gesehen habe. Nur wenn ich markante Muster finde, die ich mir merken kann, kann ich später auf Fotos (oder auf Abbildungen in Astronomieprogrammen) danach suchen und hoffen, diese wiederzufinden. Deshalb habe ich auch etliche DSO, die ich zufällig im Teleskop fand, identifizieren können.

 

Was kann ich mit dem eVscope machen?

Oft frage ich mich, ob das Objekt, das ich im visuellen Teleskop im Okular sehe, wirklich das gesuchte ist. Das eVscope eröffnet hier nun neue Möglichkeiten, die mir beim ersten Kontakt mit ihm eingefallen sind:

All das muss sich natürlich in der Praxis zeigen...

 

Links

 

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20.03.2020