Unistellar eVscope - Erstes Fazit

Einführung | Holpriger und nervenaufreibender Einstieg - nach langem Warten | Die erste, vorläufige Version der Unistellar-App und Version 1.0 | iPhone, iPad, ... | Verarbeitung von Teleskop, Stativ und Rucksack | Automatische Ausrichtung (Autonomous Field Detection), Tracking, GoTo | Scharfstellen | Kollimieren | eVscope und Himmelsqualität | Wo liegen die eVscope-Fotos qualitativ? | Was kann ich mit dem eVscope machen? | Was bedeutet das "eVscope-Erlebnis" für mich? | Abschluss | Wunschliste | Links

Auf dieser Seite stelle ich mein erstes Fazit zu meinem elektronischen 4,5"-Newton-Teleskop Unistellar eVscope zusammen (Mitte November 2017 bei Kickstarter beteiligt, am 27.1.2020 eingetroffen). Vielleicht ist all dies auch nützlich für andere, die sich das eVscope zulegen möchten...

Hinweis: Natürlich ist es sogar für ein erstes Fazit noch viel zu früh, aber einige erste Erfahrungen und Gedanken möchte ich hier schon berichten. Dies alles wird sicher länger hinziehen, und deshalb kann diese Seite als eine "Dauerbaustelle" betrachtet werden.

Siehe auch Seiten (aktuelle Seite in kursiv):

 

Einführung

Im November 2017 habe ich über den "Abenteuer Astronomie"-Newsletter vom Unistellar eVscope zum ersten Male erfahren. Bereits seit einigen Wochen lief eine Kickstarter-Kampagne zu diesem neuartigen Teleskop, das man der "elektronisch unterstützten Astronomie" (electronically augmented astronomy, EAA) zurechnen kann, und ich habe mich auch beteiligt (die Kampagne lief bis zum 24.11.2017 mit am Ende über 2100 Unterstützern und über 2 Millionen Dollar Unterstützungskapital) . Leider war es jedoch schon viel zu spät, um noch eines der beiden günstigen Angebote zu ergattern. Mein Teleskops wurde Ende Januar 2020 ausgeliefert.

Fotos: Mein eVscope (Ende Januar 2020)

 

Holpriger und nervenaufreibender Einstieg - nach langem Warten

Nach gut 2 Jahren Wartezeit erhielt ich Anfang Dezember 2019 die Nachricht, dass mein eVscope zu mir unterwegs sei. Als voraussichtlicher Ankunftstermin wurde mir der 18. Dezember genannt. Doch die Auslieferung verzögerte sich aus verschiedenen Gründen (u.a. Streiks in Frankreich) bis zum 27.1.2020. Zuvor war die Unistellar-App veröffentlicht worden (16.12.2019), was für mich bedeutete, dass ich noch ein iPhone erwerben musste, denn die App konnte nicht auf meinem WLAN-iPad installiert werden (weil GPS fehlt). Mehr dazu weiter unten!

Als das eVscope bei mir eintraf, war die Freude natürlich groß. Leider wurde sie sehr schnell gedämpft, weil sich mein eVscope nicht zuverlässig einschalten ließ. Vom sehr freundlichen und engagierten Unistellar-Support erfuhr ich, dass ich zu den "Glücklichen" gehörte, bei denen eine defekte microSD-Karte eingebaut worden war. Mir wurde schnell eine neue Karte zugesandt, allerdings so schnell, dass sogar vergessen wurde, die Software auf die Karte aufzuspielen. Außerdem musste ich noch noch einen (Satz) Spezialschlüssel aus den USA bestellen, um das eVscope öffnen zu können. Karte und Schlüssel kamen am selben Tag an, doch ich musste schnell feststellen, dass neue Karte leer war. Also habe ich es einige Tage wieder mit der alten Karte versucht, aber weil diese nicht zuverlässig funktionierte, dann doch eine neue geordert, die auch bald kam (Mitte Februar 2020). Seitdem startet das eVscope zuverlässig! Allerdings bemerkte ich bald, dass die Fotos nun leider voller Störpixel waren. Rückfrage beim Unistellar-Support ergab, dass noch eine Darkframe-Aufnahme gemacht werden muss, um die Störpixel zu entfernen. Dies war jedoch nur mit der neuen Version der App möglich, die in Kürze erscheinen sollte. Die "Kürze" dauert bis fast Mitte März, und so wartete ich sehnlichst auf die neue Version der App, die auch weitere Fehler beheben und neue Features bringen sollte! Dazu unten mehr! So schön also alles ist, wenn das eVscope funktioniert, so hat mich dieser holperige Beginn doch einige Nerven gekostet!

Details zu all diesem finden sich auf den Seiten: Unistellar eVscope - Informationen - Unistellar eVscope - Erste Erfahrungen - Unistellar eVscope - Erste Beobachtungssitzungen

 

Die erste, vorläufige Version der Unistellar-App und Version 1.0

Vorläufige Version

Unistellar hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass die zuerst ausgelieferte Version der App noch sehr fehlerhaft sein würde. Und so war es dann auch! Man musste dem eVscope allerdings zugute halten, dass es selbst davon weitgehend unberührt zu bleiben schien und dass man nach einem Neustart der App in den meisten Fällen einfach weitermachen konnte. Insofern störte die Fehlerhaftigkeit der App in der Praxis lange nicht so sehr, wie man annehmen würde. Wenn sich die App merkwürdig verhält oder zu hängen scheint, sollte man auch immer wieder mal durch das Okular schauen. Ich habe erlebt, dass dort alles richtig angezeigt wurde, während die App noch an vorherigen Zielen "festhing".

Die erste Version der App (0.9.3 (94)) bot 4800 Ziele an, doch ich habe einige vermisst, die ich für wichtig halte (z.B. NGC 762, NGC 654, NGC 2264...); zu 120 Objekten wurden Informationen angeboten. Ich fand außerdem heraus (und Unistellar veröffentlichte dies später auch), wie man DSO, die nicht im Katalog enthalten sind, anfahren kann. Nützlich wäre es, Objekte, die man über Koordinaten aufsucht, als benutzer-definierte Objekte speichern könnte.

Version 1.0

Version 1.0 wurde am 12.3.2020 veröffentlich und bot als wichtigste Neuerungen:

Schnell wurden Aktualisierungen nachgeschoben (Versionen 1.0.1, 1.0.2 und 1.0.3 bis Ende April). Bei den ersten beiden Updates gab es keine merkbaren Änderungen, aber sicherlich wurden Fehler beseitigt. Version 1.0.3 erlaubt es, Foto im rechteckigen Format des Sensors zu speichern, wobei dann das Overlay mit den Beschriftungen entfällt. Auf diese Möglichkeit hatte ich von Anfang an gehofft. Die vergrößerte Fläche vereinfacht das Positionieren (der runde Aussschnitt mit Overlay kann Teile abschneiden, was man auf dem Smartphone nicht sieht) und hat zudem den Vorteil, dass man mehrere Objekte besser ins Bildfeld bekommt. Es wäre allerdings möglich, die Fläche nach unten zu vergrößern, wie es auch schon in Version 1.0 geschah, und unten eine Beschriftung unterzubringen, ohne dass das Sensorbild beeinflusst wird. Auf diese Weise gehen die Aufnahmedaten nicht verloren (sonst muss man sie aufschreiben...).

Beispiel: Für M 65/66 wird es mit Overlay recht knapp, ohne Overlay passen beide gut ins Bild:

    

M 65 & M 66 - 22.3.2020, bearbeitet

 

M 65 & M 66 - 23.4.2020, bearbeitet

Beispiel: Bei M 84/86 ist nun mehr Platz für eine dritte Galaxie (NGC 4402):

    

M 86 (rechts M 84, links oben NGC 4402) - 25.3.2020, bearbeitet

 

M 86 und M 84 (rechts; links oben NGC 4402) - 22.4.2020, bearbeitet

Bei Version 1.0.3 wurde außerdem das Angebot im wurde erweitert. Dies konnte ich später auch in der Versionsgeschichte im Apple App Store nachlesen. So fand ich NGC 752, NGC 2264 (Weihnachtsbaumhaufen) im Katalog, und sicherlich sind das nicht die einzigen Ergänzungen der Objektliste. In der Versionsgeschichte las ich auch, dass der gesamte Caldwell-Katalog ergänzt wurde.

Fazit

Insgesamt halte ich die App für einfach bedienbar, aber ein endgültiges Urteil möchte ich erst fällen, wenn alles ohne Abstürze funktioniert.

Natürlich gibt es viele Dinge, die man sich in der App wünschen würde, und viele eVscope-Besitzer haben diese auch schon geäußert. Ich habe inzwioschen auch schon drei Wünsche bei Unistellar angemeldet. Meine Wunschliste befindet sich weiter unten!

 

iPhone, iPad

Um die Unistellar-App und damit das eVscope betreiben zu können, benötigt man ein Smartphone oder einen Tablett-Computer, der GPS-Daten empfangen kann. Da mein iPad nur WiFi-fähig ist und die Installation der App nicht erlaubt, musste ich mir ein Smartphone kaufen und erwarb ein 16 GB iPhone 6s (damals nahm ich noch an, dass mein eVscope bald eintreffen würde...).

Auf Nachfrage erhielt ich die Auskunft zur blockierten Installation, dass es darum geht, dass die App die Ortskoordinaten automatisch über GPS empfangen kann, weil es einfach zu bedienen sein soll. Das ist in meinen Augen allerdings eine völlig unnötige Einschränkung, denn man kann die Ortsdaten auch per Hand in der App eingeben. Außerdem kann man die App im "Operator" und "Observer"-Modus verwenden. Für den letzteren werden auch keine Ortskoordinaten benötigt.

Leider wusste ich zur Zeit des Kaufes auch nicht, dass mein iPhone mindestens 32 GB Speicher haben muss, weil die eVscope-Daten bereits ca. 12 GB benötigen, wenn sie zum SETI-Institut übertragen werden sollen. Und so habe ich ein gebrauchtes iPhone 6s mit nur 16 GB Speicher gekauft und kann zunächst einmal keine Daten übertragen,. Dies stellt allerdings für mich kein Problem dar, weil das eVscope auch mit vollem Speicher (100%) weiterhin Fotos aufnimmt und auf dem iPhone speichert. Unistellar teilte mir mit, dass es für das Speicherproblem in Zukunft eine Lösung geben wird.

 

Verarbeitung von Teleskop, Stativ und Rucksack

Der eVscope-Tubus macht auf mich einen gut verarbeiteten und soliden Eindruck, auch wenn viel Plastik und Aluminium verbaut ist. Auch als ich das Teleskop öffnen musste, um die microSD-Karte auszutauschen, erschien mir das "Innenleben" des eVscope als sehr solide. Was ich mir am eVscope noch wünschen würde, wäre ein Tragegriff unten am Tubus, ähnlich wie das Celestron C8 einen hat. Dann könnte ich es besser zum Stativ tragen und darin einsetzen.

Das Stativ ist aus Aluminium, aber robust genug, um das eVscope unter allen Bedingungen zitterfrei tragen zu können (außer bei viel Wind). Lediglich das "Einfädeln" des Teleskops in das Stativ macht mir immer etwas Mühe und ich gerade in Gefahr das Fokusrad zu berühren und die Fokussierung zu verstellen. Deshalb macht es Sinn, eine Beobachtungssitzung routinemäßig mit einer Überprüfung der Scharfstellung per Bahtinov-Maske zu beginnen.

Der Rucksack wurde von einem Rucksack-Spezialisten gestaltet und hergestellt, und das merkt man ihm auch an, denn er macht einen sehr durchdachten Eindruck auf mich. Einerseits wirkt er sehr groß, größer als erwartet, andererseits ist manches doch etwas eng, so dass der Reißverschluss manchmal beim Schließen klemmt. Doch insgesamt bin ich froh, den Rucksack mitbestellt zu haben.

 

Automatische Ausrichtung (Autonomous Field Detection), Tracking, GoTo

Ich habe in der Vergangenheit bereits mit GoTo-Steuerungen gearbeitet, aber immer wieder mit deren Genauigkeit zu kämpfen gehabt, insbesondere mit der Ausrichtung, die oft mangelhaft ausfiel. Aus diesem Grunde habe ich ein Celestron StarSense-Modul erworben, das wie das eVscope das Teleskop automatisch ausrichten kann (nach einer ersten Anpassung des Moduls an das Teleskop). Je länger ich dieses Modul jedoch benutzte, desto weniger erfolgreich war ich damit, so dass ich es für längere Zeit gar nicht mehr benutzt und lieber die DSO manuell aufgesucht habe. Wie verhält es sich nun mit dem eVscope?

Zunächst einmal vorweg: Wenn es noch zu hell ist, scheitert die automatische Ausrichtung (Autonomous Field Detection, AFD) . Wann es ausreichend dunkel ist, finde ich nur durch Probieren heraus. Außerdem kann ich versuchen, zu einem dunkleren Himmelsausschnitt zu wechseln, wenn die AFD scheitern sollte.

Wenn es jedoch dunkel genug ist, funktioniert die AFD wunderbar und schnell. In 10-15 Sekunden ist sie oft bereits fertig; sicher hängt die Dauer auch davon ab, wie viele Sterne sich im Himmelsabschnitt befinden und wie sie zueinander stehen. Wenn ich dagegen sehe, wie lange das StarSense-Modul braucht, um sich zu orientieren, wenn es überhaupt etwas findet, da liegen Welten zwischen!

Nachdem sich das eVscope am Himmel orientiert hat, beginnt es mit dem Tracking (vermute ich mal); anschließend kann man Objekte auswählen und anfahren. Objekte kann man aus einem Katalog auswählen, der in App-Version 1.0.3 erweitert wurde und vermutlich noch weiter ergänzt werden wird. Objekte, die nicht im Katalog enthalten sind, können durch Eingabe der Koordinaten angefahren werden (siehe Tipps und Tricks).

Nicht immer trifft das eVscope Objekte gleich gut, was man aber erst im Enhanced Vision-Modus erkennen kann. Da man in diesem Modus den Teleskop-Tubus nicht bewegen kann, muss man in den Nachverfolgungs-Modus zurückwechseln und die Position korrigieren, am besten durch kurzes Antippen der Richtungstasten (die ich invertiert eingestellt habe). Meistens sieht man das Objekt in diesem Modus aber nicht mehr, so dass ich mich an Sternen zu orientieren versuche, um die Position zu verändern. Manchmal kommt es auch zu "Sprüngen" in der Position, wenn ich zwischen den Modi wechsele, so dass die genaue Positionierung manchmal eine kleine Herausforderung darstellt.

Ich verändere die Position unter anderem dann, wenn ich mehrere Objekte im Gesichtsfeld haben möchte (zum Beispiel M 65/M66 oder M 84/86), denn ich muss ja eines der Objekte für das GoTo auswählen, und im Idealfall befindet sich dann dieses Objekt in der Mitte und die anderen in ungünstigen Randpositionen (mehr dazu siehe Tipps und Tricks; in Vorbereitung).

 

Scharfstellen

Nachdem ich die Atik Infinity-Kamera gekauft hatte, um das eVscope-Erlebnis schon einmal "vorzuerleben", musste ich schnell feststellen, dass neben einem zuverlässigen GoTo die Fokussierung sehr wichtig ist. Bei der Atik Infinity-Kamera hatte ich einige Probleme mit der Fokussierung, weil ich keine Scharfeinstellmaske besaß. Und als ich endlich welche besaß, benutzte ich die Kamera nicht mehr...

Für das eVscope gilt im Prinzip das gleiche für das Scharfstellen! Glücklicherweise hat Unistellar eine Bahtinov-Maske in den Deckel des Teleskops integriert, und damit funktioniert das Scharfstellen nach meiner Erfahrung sehr gut. Eine Anleitung dazu findet man inm Unistellar Help Center (How to use the Bahtinov mask?), so dass ich nichts weiter dazu schreibe.

         

Bahtinov-Maske im Teleskopdeckel

 

Bahtinov-Maske neben Teleskopdeckel

 

Bahtinov-Maske auf den eVscope-Tubus aufgesetzt

Es sieht so aus, als ob Unistellar noch an einer anderen Lösung arbeitet (es gab einen Fragebogen dazu...), aber aus meiner Sicht wäre das nicht nötig. Ich habe auch im Live-View-Modus scharfstellen können, aber so zuverlässig wie mit der Bahtinov-Maske funktioniert dies nicht (das Ergebnis war aber akzeptabel...).

Mit der App-Version 1.0 hat Unistellar auch eine Scharfeinstellhilfe (Eyepiece Focus Helper genannt) für das Okular eingeführt, die hilfreich, aber sicher nicht "lebensnotwendig" ist:

    

Die ins Okular eingeblendete Fokushilfe für das Okular

 

Der Timer für die Fokushilfe (rechts vom Text)

 

Kollimieren

Als ich erste eVscope-Fotos an meinen Astronomie-Händler sandte, schrieb er mir zurück, dass mein eVscope kollimiert werden müsse. Ich gehe an so etwas nicht gerne heran, denn meistens verschlimmbessere ich die Dinge bei solchen Aktionen. Und so war es auch nach meinem ersten Kollimationsversuch. Nach dem zweiten Versuch war es dann deutlich besser, und ich lasse das Teleskop zunächst einmal in diesem Zustand. Als völlig rund würde ich die Sternabbildungen zwar nicht bezeichnen, aber ich weiß auch nicht, ob das wirklich zu erreichen ist. Auf Fotos anderer eVscope-Besitzer sind die Sterne auch nie alle völlig rund.

Wie man das eVscope kollimiert, wird auf der Unistellar-Knowledge Base beschrieben; zudem gehe ich auf Seite Tipps und Tricks kurz darauf ein. Als hilfreichen Trick habe ich gefunden, dass man das Smartphone beim Kollimieren um 90° drehen sollte, um zu erkennen, ob das Kreuzmuster, das zur Beurteilung dient, auch wirklich zentriert ist (dazu muss die Bildschirmrotation gesperrt werden).

 

eVscope und Himmelsqualität

Unistellar betont, dass sich das eVscope auch für Beobachtungen unter einem "lichtverseuchten" Stadthimmel eignet, und viele Besitzer haben dies bereits bestätigt. Andererseits schreibt Unistellar im Quick Start Guide: "For better results, avoid a full moon (Um bessere Ergebnisse zu erzielen, vermeide den Vollmond)." Was stimmt den nun? Natürlich beides! Tatsächlich kann man unter "Stadtbedingungen" mit dem eVscope beobachten (ein Hobby-Astronom, der Astrofotografie betrieb, hat mir bestätigt, dass dies allgemein für die Astro-Fotografie gilt), aber wenn man optimale Ergebnisse, sprich Fotos, erzielen möchte, dann geht nichts über einen dunklen Himmel, am besten in der Zeit um den Neumond herum. Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, und entsprechende Beispielfotos kann man bei meinen Tipps und Tricks finden.

 

Wo liegen die eVscope-Fotos qualitativ?

Die Fotos, die ich mit dem eVscope gemacht habe, liegen von meinem Eindruck her zwischen dem, was man in einem normalen Teleskop sehen kann, und dem, was "echte" Astrofotos zeigen. Deshalb sind sie auch besser für einen Vergleich mit dem visuellen Eindruck geeignet als "echte" Fotos, und dafür möchte ich sie auch verwenden. Aber egal wie man ihre Qualität beurteilt, die eVscope-Fotos bilden eine Erinnerung, die man später wieder hervorholen kann. Und auf ihnen kann man Dinge entdecken, die man anfangs oder auch bei visuellen Beobachtungen nicht gesehen hat. Dazu weiter unten mehr!

eVscope gegen Atik Infinity

Bei meinem Foto von M 42/43 hatte ich zum ersten Male den Eindruck, mit der Atik Infinity und dem Explorer 150PDS nicht nur mit dem eVscope mithalten zu können, sondern auch ein bisschen besser zu sein... Und meine ersten Versuche mit dem eVscope bestätigen, dass die Atik Infinity etwas bessere Ergebnisse liefert als das eVscope - bei einem deutlich höheren Aufwand als mit dem eVscope nötig ist. Und um den geringeren Aufwand ging es mir ja auch!

Im Moment habe ich die Atik Infinity-Kamera verliehen, so dass es einige Zeit dauern wird, bevor ich direkte Vergleiche unternehmen kann.

Siehe auch Seite Atik Infinity Colour-Kamera gegen eVscope - Fotovergleich.

eVscope gegen "normale" Astrofotografie

"Normale" Astrofotografie erfordert bei der Aufnahme und Nachbearbeitung einen viel höheren Aufwand als Fotos mit dem eVscope oder der Atik Infinity-Kamera. Während die Unterschiede zur Atik Infinity-Kamera, die ja eine ähnliche Technik wie das eVscope verwendet, nicht sehr groß ausfallen, sind sie im Vergleich zu normalen Astrofotos doch sehr deutlich, vor allem wenn mit höherer Auflösung aufgenommen wird. Es hat aber keinen Sinn, als eVscope-Besitzer auf solche Fotos neidisch zu sein, sondern man muss sich immer wieder den unterschiedlichen technischen und zeitlichen Aufwand vor Augen halten, wenn man die Fotos nebeneinander hält. Und gegen Hubble-Fotos sehen auch die schönsten Amateur-Fotos bescheiden aus! Vielmehr muss man sich klar machen, was man mit den eVscope-Fotos erreichen kann, was ich weiter unten diskutieren werde. Und farbig sind sie auch, das bietet (fast) kein visuelles Amateur-Teleskop!

Okular oder Foto (Smartphone)?

Die Entwickler des eVscopes betonen wiederholt, dass das eVscope primär für die Beobachtung durch das Okular gedacht ist und nicht für den Zweck, Fotos aufzunehmen. Ich fürchte, sie stehen mit dieser Auffassung ziemlich allein. Vielleicht beruht diese Auffassung darauf, dass sie von der visuellen Beobachtung her kommen, von der sie enttäuscht waren und die sie mit dem eVscope befriedigender machen wollen. Vielleicht möchten sie aber auch zu hohe Erwartungen an die Qualität der Fotos dämpfen...

Wie dem auch sei, im April erhielt ich eine Online-Befragung von Unistellar, in der Fragen zum Okular gestellt wurden und sogar der Vorschlag eines eVscopes ohne Okular unterbreitet wurde. Das bedeutet für mich, dass viele eVscope-Besitzer oder -Interessenten das Okular infrage gestellt haben.

Ich selbst habe von Anfang an auf die Fotos abgehoben, mit denen ich meine Beobachtungen dokumentieren möchte (siehe weiter unten). Deshalb sind mir auch eine möglichst hohe Bildqualität und ein möglichst großes Gesichtsfeld wichtig, welches mit der Version 1.0.3 der App nun auch ermöglicht wird. Trotzdem habe ich mich im Fragebogen für die Version mit Okular entschieden, weil meine Frau es gern benutzt. Entgegen dem von Unistellar verbreiteten Hype um das Display des Okulars finde ich jedoch die Abbildung auf dem iPhone qualitativ deutlich besser.

So lange die Fotos nur den Ausschnitt zeigten, den das Okular zeigt, konnte es auch immer wieder passieren, dass Objekte, die auf dem Smartphone gut zu sehen waren, auf dem Foto abgeschnitten waren. Nur ein Blick durch das Okular zeigte mir, was wirklich auf das Foto kommen würde. Das Problem ist nun gelöst, wenn man das neue rechteckige Format in Sensorgröße verwendet. Dafür fehlen einem dann leider die Aufnahmedaten... Außerdem sieht man bei längeren Verweilzeiten im Enhanced Vision-Modus nun auch Fehler, die durch die Feld-Derotation entstehen; beim Okularformat werden sie meist abgeschnitten... Solche Fehler sind aber wohl nicht zu vermeiden und treten auch bei meiner Atik Infinity-Kamera auf.

Fazit

Egal wie man ihre Qualität beurteilt, die eVscope-Fotos bilden eine Erinnerung, die man später wieder hervorholen und für unterschiedlich Zwecke verwenden kann - und auf denen man Dinge entdecken kann, die man anfangs oder auch bei visuellen Beobachtungen nicht gesehen hat. Das beschreibe ich weiter unten.

 

Was kann ich mit dem eVscope machen?

Beobachten und freuen!

Zunächst einmal kann ich mit dem eVscope einfach nur in den Himmel schauen, mir DSO zeigen lassen, diese fotografieren und mich darüber freuen. Aber ich möchte noch ein bisschen mehr erreichen! Im folgenden diskutiere ich deshalb eine Reihe von Anwendungsfällen für das eVscope, die mir so in den Sinn gekommen sind.

DSO-Bibliothek

Ich dokumentiere meine DSO-Beobachtungen auf meiner Website, was sehr viel Arbeit macht. Neben der vielen Arbeit war ein weiteres Manko, dass ich DSO nur in Worten kurz beschrieben habe und letztendlich das Aussehen meistens schnell vergessen habe. Fotos aus dem Internet oder anderen Quellen möchte ich nicht aufnehmen, zumal sie selten dem Seheindruck entsprechen.

Mit dem eVscope habe ich nun die Möglichkeit, beobachtete DSO zu fotografieren und damit eine Erinnerung in Form eines Fotos festzuhalten, die sich immer wieder aufrufen und weitergeben lässt.

Mit den Fotos möchte ich eine Art "eVscope-Fotobibliothek" von Himmelsobjekten anlegen. Das ist im Prinzip einerseits meine eVscope-Fotogalerie (mit verschiedenen Abteilungen) mit den schönsten Fotos. Und andererseits werde ich die Fotos auf den Seiten der von mir beobachteten DSO aufnehmen.

Unterstützung der Visuellen Beobachtung

Wie schon geschrieben, vergesse ich beim visuellen Beobachten meistens schnell, was ich gesehen habe. Das macht auf den einen Seite manchmal Probleme bei der Identifizierung, auf der anderen Seite bleibt oft keine oder nur eine schwache Erinnerung an das Objekt zurück.

Nur wenn ich markante Muster finde, die ich mir merken kann, kann ich später auf Fotos (oder auf Abbildungen in Astronomieprogrammen) danach suchen und hoffen, diese darin wiederzufinden und das Objekt zu identifizieren, falls ich darin unsicher bin. Doch selten entsprechen diese Fotos dem Seheindruck (deshalb besitze ich auch Bücher mit Zeichnungen, die den Beobachtungen näher kommen).

Da eVscope-Fotos dem Seheindruck näher sind als Fotos in Büchern oder im Internet, liegt es nahe, meine DSO-"Fotobbliothek" für Vergleiche mit dem visuellen Eindruck und auch zur Identifizierung zu nutzen. Wenn dies im Nachherein geschieht, besteht zwar wieder das Problem der Erinnerung, aber weil das eVscope-Foto dem visuellen Eindruck ähnlicher ist als normale Fotos es sind, sollte der Vergleich leichter fallen.

Andererseits könnte ich auch das eVscope und ein visuelles Teleskop parallel nutzen und mit dem iPhone in der Hand prüfen, ob ich im visuellen Teleskop das richtige Objekt gefunden habe - und wie es sich dort im Vergleich aussieht. Ob ich das wirklich machen werde, wird sich natürlich erst in der Praxis zeigen...

Erwarte das Unerwartete!

Eine etwas überraschende Erfahrung mit dem eVscope war für mich, dass es immer wieder für eine Überraschung gut ist. Damit meine ich, dass man auf den Fotos Objekte findet, mit denen man nicht gerechnet hatte und die man meistens vorher gar nicht kannte. Dies können zum Beispiel weitere kleine Galaxien sein, oder auch Strukturen innerhalb von Objekten wie HII-Regionen (zum Beispiel bei M 33).

Mit etwa 30' Sehwinkel ist das Gesichtsfeld des eVscopes vergleichsweise klein (Mond-/Sonnengröße). Trotzdem können, vor allem seit es möglich ist, die ganze Sensorfläche auszunutzen, in einigen Fällen mehrere Objekte gleichzeitig im Bildfeld beobachtet werden, zum Beispiel die Galaxien M 65 und M 66 oder die Galaxien M 84 und M 86. Nicht möglich ist es dagegen, mehrere Objekte zu beobachten, die sich innerhalb eines Bildfeldes zwischen etwa 0,5° und etwa 4° befinden, was mit Rich-Field-Teleskopen möglich ist.

Doch hier geht es mir um etwas anderes, nämlich um Objekte, die sich innerhalb des Gesichtsfeldes von 0,5° befinden und die man gar nicht erwartet hatte - jedenfalls wenn man sie das erste Mal entdeckt. Ich bin erstaunt, wie viele weitere Objekte ich bereits auf Fotos entdeckt habe, wenn ich ein bestimmtes DSO aufgesucht und fotografiert habe. Anscheinend ist dies insbesondere dann der Fall, wenn man Galaxien aufsucht, in deren Nähe sich weitere, kleinere Galaxien befinden. Ich bin gespannt, was ich alles entdecken werde, wenn das Sternbild Virgo von meinem Heimatdorf Mühlhausen aus besser zu sehen sein wird. Ich bin durch das eVscope zu einem richtigen "Galaxien-Jäger" geworden, während ich vorher eher auf Sternhaufen ausgerichtet war, denn Galaxien konnte ich in meinen visuellen Teleskopen nur selten finden.

eVscope zum "Schnellspechteln"?

Zugegeben, ich mag den Begriff "Schnellspechteln" überhaupt nicht, aber ich muss auch zugeben, dass man mit dem eVscope in wenigen Minuten (5-10 Minuten, ich habe es nie gemessen...) zum Beobachten bereit ist. Das ist nicht nur ein Vorteil gegenüber vielen anderen visuellen Teleskopen (außer meinen kleinen Tisch-Dobsons, die ich mal besaß), sondern natürlich ganz besonders gegenüber anderen Astrofotografie-Lösungen. Wolken sind manchmal sogar schneller, als man das eVscope einrichten kann, aber insgesamt kann ich mir kaum eine schnellere Lösung vorstellen - und es ist eine, die man zwischendurch schnell mal wieder zwischen Wolkenperioden aktivieren kann.

Beachten sollte man allerdings, dass für das eVscope eine Auskühlzeit von etwa 15 Minuten empfohlen wird. Insofern macht es Sinn, das eVscope etwas früher noch draußen zu stellen, als man mit der Beobachtung beginnen möchte. Vielleicht kann man die Wartezeit für eine routinemäßige Kontrolle der Schärfe mit Hilfe der Bahtinov-Maske verwenden. Mir passiert es leicht, dass ich gegen das Schärferad am Tubus komme, wenn ich diesen in die Montierung einsetze, und dabei die Schärfe verstelle.

Ich habe auch festgestellt, dass die automatische Ausrichtung (Autonomous Field Detection) scheitert, wenn der Himmel noch zu hell ist. Zu früh kann man also nicht mit dem Beobachten anfangen!

Wenn man spontan beobachten will, taucht natürlich sofort das Problem auf, was man beobachten soll, denn man hat sich ja nicht vorbereitet. So besteht die Gefahr, wieder nur "alte Bekannte" abzuklappern. Oder man startet schnell noch ein Astronomieprogramm und schaut dort, welche DSO gerade am Himmel zu sehen sind (Bücher gehen natürlich auch...). Vielleicht bewährt sich hier die Vorschlagsliste, die das eVscope bereit hält! Bisher habe ich diese aber noch nicht genutzt, denn ich wusste, was ich beobachten wollte.

Flexibilität des eVscopes

Das eVscope stelle eine integrierte Komplettlösung dar, während man bei der Atik Infinity-Kamera, die ich auch besitze (und bei anderen Kameras) viele Teile (Teleskop, Stativ, Zubehör, Kamera, Laptop, Stromversorgung) benötigt und aufbauen muss. Dementsprechend ist es auch nicht so flexibel wie eine solche Lösung, genaugenommen ist es das gar nicht. Das eVscope besitzt nur eine feste Vergrößerung (plus elektronische Vergrößerung) und ein festes Bildfeld von 0,5° (entsprechend der Größe von Mond/Sonne). Kameras kann man dagegen auf verschiedenen Teleskopen betreiben, dazu kommen Brennweitenverlängerer und -verkürzer. Noch flexibler ist ein visuelles Teleskop mit verschiedenen Okularen und weiterem Zubehör. Und fast jeder Hobbyastronom besitzt mehr als ein Teleskop...

Man kann also nur darauf vertrauen, dass die Unistellar-Entwickler einen guten Kompromiss beim eVscope gefunden haben - und das haben sie meiner Ansicht nach! Aber natürlich erlaubt das eVscope weder, große Nebel und Sternhaufen zu beobachten, noch Planeten oder andere sehr kleine Objekte. Planetarische Nebel sind möglich, aber doch recht klein...

Zum Thema "Flexibilität" gehört auch die Transportfähigkeit. Unistellar betont, dass das eVscope leicht genug ist, um transportiert werden zu können. Zudem erleichert die integrierte Lösung (wenige Teile) den Transport! Für mich gilt allerdings, dass das eVscope zwar transportabel ist, aller nur mit dem Auto (12 kg)... Ich werde es Arnaud Malvache nicht gleichtun und das eVscope auf dem Rücken auf einen Berg tragen (in meinem Fall ist das der Heiligenstein)...

 

Was bedeutet das "eVscope-Erlebnis" für mich?

Bevor ich vom eVscope erfahren hatte, beobachtete ich nur visuell, allerdings erst seit dem Jahr 2016 auch systematisch DSO. Diese Beobachtungen waren einserseits oft schön für mich, andererseits auch mit vielen Enttäuschungen verbunden, weil ich die Objekte oft nicht finden konnte oder sie einen enttäuschenden Eindruck hinterließen. Das eVscope erschien mir nun wie eine einmalige Chance, mehr Erfolg beim Beobachten zu erleben, und so habe ich mich an der Kickstarter-Kampagne von Unistellar beteiligt.

Das eVscope ersetzt das Okular (und den Sekundärspiegel) durch einen Sensor und funktioniert damit wie eine digitale Kamera (man nennt dies EAA = electronic augmented astronomy). Weil ein Sensor im Gegensatz zum Auge Licht speichern kann, wird es so möglich, auch schwächere DSO zu entdecken und Farben zu sehen. Das Okular kann man mit einem EVF in Digitalkameras vergleichen Das Bild wird außerdem auf ein Smartphone übertragen, welches das eVscope per App steuert.

Für eingefleischte visuelle Beobachter ist diese Form der Beobachtung allerdings kein "echtes" Beobachten mehr, und sie lehnen diese ab. Und in der Tat stellt das eVscope stellt viele Dinge, die man vom visuellen Beobachten her kennt "auf den Kopf":

Einige Dinge bleiben auch gleich:

Diese Liste kann sicher noch ergänzt werden, und wenn mir dazu etwas einfällt, werde ich dies tun.

Sehen (vergänglich)/Zeichnen (viel Arbeit, für hinterher) versus digitales Bild (beim Beobachten, vergänglich)/Foto (für hinterher)

Beim visuellen Beobachten hat man den unmittelbaren Eindruck, der aber vergänglich ist. Möchte man ihne einfangen, bleibt nur das Zeichnen, das Arbeit macht und viel Geschick und Übung erfordert.

Nimmt man dagegen Astrofotos auf, entfällt das Beobachten; stattdessen hat man anschließend viel Arbeit, aber ein Ergebnis, das bleibt und vorzeigbar ist.

Das eVscope liegt irgendwie dazwischen: Man kann ein digitales Bild im Okular oder auf dem Smartphone beobachten. Aber für mich persönlich hat auch dieses Okularbild wenig mit dem zu tun, was ein visuelles Okular ausmacht (ich bevorzuge ohnehin das Smartphone...). Auf der anderen Seite kann man "Schnappschüsse" des aktuellen Bildes machen und erhält somit ein Ergebnis, das bleibt und in vielfältiger Weise verwendet werden kann. Das habe ich weiter oben ausführlicher beschrieben.

Ist das eVscope ein Spielzeug, kann es langweilig werden?

Immer wieder wird das eVscope als "Spielzeug" bezeichnet, vor allem, wenn es mit der "echten" Astrofotografie verglichen wird. Damit sind zumeist seine eingeschränkten Möglichkeiten (Bildqualität, Flexibilität) gemeint. Aber auch der leichte Zugang zu DSO könnte das eVscope zu einem Spielzeug machen, weil man in recht kurzer Zeit die schönsten DSO gesehen hat und das Beobachten danach langweilig wird, denn die Qualität der Fotos läßt sich kaum steigern. Und dass es schnell geht mit dem Sammeln von DSO mit dem eVscope habe ich bald selbst erfahren. So viele DSO in so kurzer Zeit habe ich noch mit keinem Teleskop gefunden! Nur schlechtes Wetter kann das Tempo bremsen!

Zunächst einmal kann ich nicht ausschließen, dass das eVscope zumindest einem Teil der Besitzer schnell langweilig werden könnte, vor allem wenn man ohne große Vorbereitung beobachtet und außer die Fotos vielleicht per Smartphone zu teilen, nichts weiter macht, zum Beispiel seine Beobachtungen nicht dokumentiert (was ich versuche, aber es macht viel Arbeit...).

Oben habe ich beschrieben, was ich mit dem eVscope vorhabe, und ich glaube, dass ich damit für die nächsten Jahre gut ausgelastet sein werde. Einen gewissen "Abnutzungseffekt" kann ich aber auch für mich nicht ausschließen. Und hier hat das visuelle Teleskop vielleicht sogar einen Vorteil gegenüber dem eVscope: Weil ich die Bildeindrücke mit der Zeit vergesse, erscheinen mir die DSO bei erneutem Beobachten wieder wie neu (oder fast, je nach Objekt...), so dass ich "dank" meines Vergessens eine unerschöfliche Reserve an DSO habe. So könnte sich der Vorteil des eVscopes, bleibende Ergebnisse zu produzieren, auch zu einem Nachteil entwickeln, weil die wiederholten Beobachtungen sich so ähnlich sind. Das sind alles Gedanken, die ich mir am Anfang einer hoffentlich langen Freundschaft mit dem eVscope mache...

 

Abschluss

Ich bin froh, an der Kickstarter-Kampagne für das eVscope teilgenommen zu haben, es bereits ausgeliefert bekommen zu haben und es trotz eines ziemlich holperigen Starts bereits ausführlich nutzen zu können. Ich werde es nicht mehr hergeben - und hoffe, dass diese Meinung noch eine ganze Reihe von Jahren Bestand haben wird (und das eVscope auch). Vielen Dank Unistellar für dieses großartige Teleskop!

 

Wunschliste

 

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13.05.2020