Atik Infinity Colour-Kamera - Erste Erfahrungen

Einführung | Erste Versuche | Gebrauch mit verschiedenen Teleskopen | Vorläufiges Fazit | Links

Auf dieser Seite stelle ich einige Erfahrungen zusammen, die ich mit meiner Atik Infinity Colour*-Kamera gesammelt habe (am 25. November 2017 als Gebrauchtkauf erhalten). Vielleicht sind sie auch nützlich für andere, die sich diese Kamera zulegen wollen...

Hinweis: Ich beschreibe hier die ersten acht Versuche mit der Kamera, um meinen Lernprozess mit der Kamera zu schildern. Danach dürfte langsam Routine einsetzen, so dass außer Fotos nicht mehr viel zu berichten ist. Ich beende diese Seite deshalb nach dem 8. Versuch, werde jedoch alle meine Beobachtungen in knapper Form protokollieren. Dieses Protokoll findet sich auf Seite Deep-Sky-Beobachtungen mit Atik Infinity Ende 2017 - 2018.

Siehe auch Seite:

*) Normalerweise würde ich "Color" schreiben, weil ich versuche, Amerikanisches Englisch zu verwenden, aber Atik ist eine britische Firma und entsprechend heißt sie "Colour"...

 

Einführung

Die Atik Infinity Colour-Kamera wird original mit folgendem Zubehör verkauft:

Ich habe die Kamera bei Teleskop-Leasing gebraucht erworben, anstatt sie zunächst zu leasen. Mitgeliefert wurde noch ein Adapterkabel für die Stromversorgung. Damit wird das Problem adressiert, dass sich das Stromversorgungskabel leicht von der Kamera löst. Ich bin gespannt, ob mit dem Adapter Unterbrechungen der Stromversorgung verhindert werden können!

Einige erste Eindrücke...

Nur als Erinnerung an das Aussehen der Atik Infinity-Kamera...

Adapterkabel für das Stromversorgungskabel

Das Adapterkabel kann am Stecker für die Stromversorgung festgeschraubt werden. Der Stecker des Stromversorgungskabels sitzt dageben recht wackelig im Anschluß für die Stromversorgung und kann leicht aus Versehen gelöst werden.

Teleskop-Leasing hat das Adapterkabel für das Stromversorgungskabel dem Paket hinzugefügt und begegnet so der häufig geäußerten Kritik, dass sich das Stromversorgungskabel leicht löst, wenn die Kamera durch die Montierung bewegt und somit die Aufnahme unterbrochen wird. Ich verstehe nicht, dass Atik die Kamera nicht mit einem Stromversorgungskabel liefern kann, das sich festschrauben läßt. Dabei ist das wahrscheinlich eine Sache von Pennies ...

Wegen der Länge des Steckers des Stomversorgungskabels sitzt dieser dagegen fest im Gegenstecker des Adapterkabels. Hier muss man nicht befürchten, dass sich die Verbindung lösen kann.

 

Erste Versuche...

Hinweis: Ich beschreibe hier die ersten acht Versuche mit der Kamera, um meinen Lernprozess mit der Kamera zu schildern. Danach dürfte langsam Routine einsetzen, so dass außer Fotos nicht mehr viel zu berichten ist. Ich beende diese Seite deshalb nach dem 8. Versuch, werde jedoch alle meine Beobachtungen in knapper Form protokollieren. Dieses Protokoll findet sich auf der Seite Deep-Sky-Beobachtungen mit Atik Infinity Ende 2017 - 2018.

Ich beschreibe meine Versuche mit Atik Infinity-Kamera nicht, weil ich besonderes stolz auf meine Ergebnisse bin, das Gegenteil wäre auch wohl angebrachter, sondern weil mein Weg zu ersten Ergebnissen steinig war - ganz anders als bei den vielen "First Light"-Berichten, die ich auf YouTube! und anderswo im Internet gefunden habe. Vielleicht gibt es auch andere Infinity-Besitzer, bei denen der Einstieg nicht so glatt ging wie in diesen Videos oder Berichten dargestellt. Diese mögen meine Versuche trösten - und vielleicht geben sie ihnen auch ein paar Anregungen.

Meine Versuche waren auch deshalb mühsam, weil ich mit schnell aufkommenden Wolken zu kämpfen hatte und weil ich mir in der Kopf gesetzt hatte, mit dem kleinen Heritage 100P-Tubus einzusteigen. Leider ist dieser aber nicht auf Anhieb "fototauglich", und so musste ich erst lernen, dass Barlow-Linsen oder Fokalextender hier helfen können, wenn auch auf Kosten der Lichtstärke (man benötigt also längere Belichtungszeiten). Überzeugend waren meine Ergebnisse damit allerdings nicht, dies war erst der Fall, als ich die Kamera an meinen 6"-Newton-Tubus anschloss. Natürlich ist auch hier noch viel Raum für Verbesserungen, aber ich bin für das Erste zufrieden....

Im Internet habe ich gefunden, dass viele Hobby-Astronomen Schmidt-Cassegrain- oder seltener Maksutov-Cassegrain-Teleskope zusammen mit der Atik-Infinity-Kamera verwenden. Da diese am besten mit Brennweiten von 400/500 bis 1000 mm harmoniert, werden hier Brennweitenreduzierer benötigt, die zugleich die geringe Lichtstärke dieser Teleskope erhöhen. Einen einfachen 2-fach-Brennweitenreduzierer (der mit einer Verlängerungshülse auch in einen 3-fach-Reduzierer verwandelt werden kann) habe ich mir für meine Maksutovs besorgt und das Skymax-127 damit einmal bereits getestet (sechster Versuch).

Nun also die Beschreibungen meiner ersten Versuche mit der Atik Infinity-Kamera!

Allererster Versuch

Einen oder zwei Tage nach Erhalt der Kamera habe ich zum ersten Male versucht, sie auszuprobieren, und zwar mit dem Sky-Watcher Heritage 100P auf der Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo-Montierung. Der Himmel war jedoch teilweise bewölkt, und so konnte ich die Montierung nicht ausrichten, weil immer ein wichtiger Stern, den ich für die Ausrichtung brauchte, verdeckt war. Meine Versuche, das Teleskop irgendwie auf den Himmel zu richten und herumzuprobieren führte nur zu grauen Rauschbildern auf dem Computer-Bildschirm... Am Ende habe ich versucht, das Teleskop auf den Mond zu richten und sah auch irgendwie einen Schimmer auf dem Bildschirm. Aber sehr schnell war der Mond in den Wolken verschwunden, und ich musste "einpacken"...

Warum schreibe ich das überhaupt? Nun, um andere davor zu warnen, schnell mal die Kamera unter ungeeigneten Bedingugen auszupropieren. Das könnte, wie bei mir geschehen nur zu Frust und Enttäuschung führen...

Zweiter Versuch

Am 29.11.2017 startete ich meinen zweiten Versuch, diesmal bei ziemlich freiem und klarem Himmel (was aber nicht zu lange vorhielt...). Die Ausrüstung war dieselbe, und diesmal konnte ich die Montierung mithilfe von Vega und Altair einigmaßen genau ausrichten (aber mit einem langbrennweitigen Okular...). Die Bedienung der Infinity-Anwendung war mir noch nicht so richtig klar, vor allem, wann und wo etwas gespeichert wird. Am Ende wurde die Session aber gespeichert und dazu 4 JPG-Bilder, was für meine Zwecke ausreichend war (zwei Objekte, jeweils auf zwei fast identischen Bildern). Bei der Einstellung auf einen mittleren Stern, welcher auch immer das war, zeigte sich dann allerdings, dass ich mit dem Heritage 100P nicht in den Fokus kommen konnte. Der Okularauszug war bereits am unteren Anschlag, und das Bild wurde nicht ganz scharf. Für Tests war das ausreichend, aber man möchte natürlich auch scharfe Bilder haben. Ich habe es dann mit dem Ringnebel M 57 versucht, den ich normalerweise mit dem Heritage 100P nur selten finden kann. Und zu meinem Erstaunen war etwas rundes in Regenbogenfarben zu sehen, das musste der Ringnebel sein! Ich habe ihn dann noch etwas weiter in die Mitte geholt und die Histogrammregler verschoben, um das Bild zu optimieren, aber unscharf bleibt halt unscharf. Ein Versuch mit dem Nordamerikanebel NGC 7000 blieb ohne Ergebnis, aber der Kugelhaufen M 15 im Pegasus war zweifelsfrei zu erkennen. Und dann kamen die Wolken und setzten allem ein Ende...

Der zweite Versuch war also im Prinzip weitgehend in Ordnung und zeigte sogar zwei Deep-Sky-Objekte, doch leider zeigte er auch, dass meine Hoffnung, die Atik Infinity am Heritage 100P betreiben zu können, sich so einfach nicht erfüllt. Ich kann mit der Kamera bei diesem Teleskop nicht in den Fokus gelangen. Ich bin jedoch anschließend zufällig in einem Buch auf den Hinweis gestoßen, dass Barlow-Linsen den Fokus nach außen verschieben, und konnte diese Aussage auch im Internet bestätigt finden. Dazu dann mehr bei der Besprechung des dritten Versuchs!

    

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), unbearbeitet

 

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), bearbeitet

 

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

M 15 (Pegasus), bearbeitet

Dritter Versuch

Mit dem dritten Versuch am 7.12.2017 wollte ich zunächst klären, ob ich mit der Kamera am Heritage 100P nicht vielleicht doch noch in den Fokus kommen könnte und, wenn nicht, ob dies, wie beschrieben, mit Hilfe einer Barlow-Linse oder eines Tele/Fokal Extenders möglich wäre. Im Fall von Barlow-Linsen/Extendern würde sich beim Vergrößerungsfaktor zwei eine verdoppelte Brennweite ergeben, aber die Lichtstärke würde auch um zwei Blendenstufen absinken. Der erste Effekt wäre zumindest für kleine Objekte wie den Ringnebel oder Kugelsternhaufen willkommen, der zweite jedoch weniger, denn die Blichtungszeiten würden sich vervierfachen.

Zunächst zeigte der neue Test, dass sich die Kamera am Heritage 100P tatsächlich nicht scharf stellen läßt, weil der Fokuspunkt zu weit innen liegt. Zweitens zeigte sich, dass sowohl eine 2 x-Barlowlinse (Sky-Watcher) als auch ein 2x-Fokal Extender (Explore Scientific) den Fokuspunkt so weit nach außen legen, dass Kamera am Heritage 100P in den Fokus kommt. Meine ersten Versuche habe ich mit einer billigen Sky-Watcher Barlow-Linse gemacht, aber dann habe ich auch noch meinen Explore Scientific Tele Extender ausprobiert (obwohl ich ihn ursprünglich für zu schwer für das Heritage 100P hielt), weil ich mit der Barlow-Linse am Hantelnebel M 27 keine guten Ergebnisse erzielen konnte. Mit dem Fokal Extender waren sie dann allerdings auch nicht deutlich besser...

Grundsätzlich muss man sagen, dass die Objekte mit Barlow-Linse/Extender deutlich "trüber" erscheinen als ohne. Hier mag neben dem Lichtverlust durch Barlow-Linse/Extender aber auch die Flächenhelligkeit eine Rolle spielen, denn die Fläche ist damit viermal so groß.

Insgesamt kann man sagen, dass die Atik Infinity-Kamera am Heritage 100P mit Barlow-Linse/Extender verwendet werden kann. Die Vergrößerung liegt dann sogar leicht über der meines Explorer 150PDS (800 mm gegenüber 750 mm Brennweite), aber der Lichtverlust ist doch immens. Insofern weiß ich noch nicht, ob ich diese Lösung, und zwar mit dem Tele Extender, der erwartungsgemäß gegenüber der billigen Sky-Watcher Barlow-Linse die besseren Resultat erbrachte (auch wenn nicht Welten dazwischen lagen, wie ich bei der Qualität der Barlow-Linse erwartet hätte) wirklich einsetzen werde. Ein Test mit dem Explorer 150PDS steht allerdings noch aus...

Im folgenden zeige ich ein paar Beispiele von den erzielten Resultaten am 7.12.2017 (obwohl sie eigentlich sehr bescheiden sind...), die ich als JPG-Bilder aus dem Infinity-Programm heraus abgespeichert und leicht nachbearbeitet habe. Insgesamt sind diese Aufnahmen lichtschwächer als die ersten, obwohl ich deutlich länger belichtet habe, aber etwas schärfer. Trotzdem bleibt die Scharfeinstellung noch ein Problem für mich... Die Aufnahmen mit dem Fokal Extender scheinen zumindest bei den lichtschwächeren Objekte etwas mehr "herauszuholen", und die Schärfe scheint auch einen Tuck besser zu sein. Aber dies war kein ernsthafter Vergleichtest für die beiden "Extender"...

Mit Barlow-Linse

         

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, "aggressiver" bearbeitet

   

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, "aggressiver" bearbeitet

   

M 56 (Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, "aggressiver" bearbeitet

   

M 27 (Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, "aggressiver" bearbeitet

Die "aggressiveren" Versionen habe ich später angefertigt, deshalb sind die Ausschnitte anders. Die originalen Versionen mit Barlow-Linse zeigen eine deutliche Vignettierung.

Mit Fokal Extender

         

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, "aggressiver" bearbeitet

   

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, "aggressiver" bearbeitet

   

M 56 (Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, "aggressiver" bearbeitet

   

M 27 (Hantelnebel in Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, "aggressiver" bearbeitet

Die "aggressiveren" Versionen habe ich später angefertigt, deshalb sind die Ausschnitte anders. Insgesamt ist die Qualität der Fotos mit dem Fokal Extender besser, aber richtig scharf sind sie auch nicht geworden. Vermutlich habe ich die Kamera nicht richtig scharf gestellt.

Vierter Versuch

Am 12.12.2017 schien endlich wieder ein klarer Himmel zu sein. Diesmal wollte ich die Atik Infinity-Kamera an meinem Explorer 150PDS ausprobieren (auf der Star Discovery AZ GoTo-Montierung wie schon bei den Versuchen zuvor). Ich habe zunächst alles einrichten können, auch wenn ich etwas Probleme hatte, einen geeigneten zweiten Ausrichtungsstern zu finden. Testweise stellte ich das Teleskop auf M 15 im Pegasus und konnte den Kugelsternhaufen klein, aber als solchen im Okular erkennen. Dann schloß ich die Atik Infinity-Kamera an das Teleskop und meinen Laptop-Computer an, startete das Infinity-Programm und wollte mit dem Scharfstellen beginnen. Doch nun war der Himmel bereits wolkig und grau in der Gegend von M 15. Es gelang mir noch einen niedrigeren Stern einzufangen und konnte immerhin feststellen, das die Kamera mit diesem Teleskop (und ohne Barlow-Linse) in den Fokus kommt. Aber dann war auch hier der Himmel bedeckt, und die Wolken gaben den Blick auf die Sterne für Stunden nicht mehr frei. Ich packte zunächst alles bis auf das Teleskop auf der Montierung ein - für den Fall der Fälle... Als dann noch ein kurzer Hagel kam, der zum Glück nichts anrichtete und das Teleskop nicht nass machte, holte ich auch das Teleskop wieder nach drinnen.

Fünfter Versuch

Am 31.12.2017 war eigentlich Regen für den Abend vorhergesagt, aber bei Sonnenuntergang war der Himmel noch recht klar. Also habe ich die Gelegenheit genutzt, um endlich die Atik Infinity-Kamera an meinen Explorer 150PDS auf der Star Discovery AZ GoTo-Montierung auszuprobieren. Ich habe wieder meine "bewährten" Testobjekte M 15, M 56, M 57 und M 27 (in dieser Reihenfolge) aufgesucht, und am Ende M 71, um noch einmal etwas Neues auszuprobieren. Versuche an NGC 7000 und 7006 führten nicht zum Erfolg.

Und hier noch ein Foto meiner Ausrüstung und eine Karte mit der Lage der besuchten Himmelsobjekte:

    

Foto: Der Aufbau

 

Karte: Lage der besuchten Objekte M 15, M 27, M 56, M 57 und M 71 (größere Karte)

Ich kann berichten, dass die Ergebnisse diesmal deutlich besser ausgefallen sind als bisher. Nur die Scharfeinstellung habe ich noch nicht "ausgereizt"... Auch bei diesem Versuch zeigte sich, dass die Nachbearbeitung noch erkennbar mehr herausholen kann. Allerdings fand ich, dass die Objekte auf dem Bildschirm deutlich farbkräftiger aussahen, als sie hinterher auf den gespeicherten Bildern erscheinen, woran auch immer dies liegen mag... Vermutlich liegt dies an der Größe der Objekte: wenn sie kleiner sind erscheinen sie dunkler.

Einen weiteren Punkt möchte ich noch erwähnen, der mir erst klar geworden ist, nachdem ich mich eingehender mit der Atik Infinity Software beschäftigt habe. Ich habe die Bilder während der Beobachtung im JPEG-Format abgespeichert, wobei das 8-Bit-Kontrollkästchen nicht gesetzt war. Deshalb ging ich davon aus, dass die Bilder im 16-Bit-Format sind, obwohl ich es hätte besser wissen müssen: ein gibt nur 8-Bit-Farbe im JPEG-Format, und entsprechend haben meine Bildverarbeitungprogramme auch nur "8-Bit" angezeigt. Irgendwann habe ich das dann verstanden, und werde in Zukunft Bilder nur noch im TIFF-Format (oder PNG-Format) abspeichern. Ich habe das irreführende Kontrollkästchen auch bei meiner Besprechung der Software angemerkt.

Und nun die Fotos:

   

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, nachgeschärft

   

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, nachgeschärft

   

M 56 (Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, nachgeschärft

         

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, alternativ bearbeitet

   

M 27 (Hantelnebel in Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, alternativ bearbeitet

   

M 27 (Hantelnebel in Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, alternativ bearbeitet

   

M 71 (Sagitta), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, nachgeschärft

Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen dieses Versuchs ganz zufrieden und beende damit - fast - meine "Erste Versuche"-Abteilung. Es fehlen noch Erfahrungen mit dem Maksutov-Cassegrain-Tubus mit Fokalreduzierer...

Nachspiel: Vergleich mit Bildern, die vom im Replay-Modus erzeugten Stacks abgespeichert wurden

Normalerweise speichere ich Bilder direkt während der Beobachtung, auch für den Fall, dass ich vergesse, die Aufzeichnung zu starten ... Dieses Mal hatte ich die Aufzeichnung gestartet, und dies erlaubte mir, meine direkt gespeicherten und nachbearbeiteten Bilder mit solchen zu vergleichen, die ich aus im "Replay"-Modus erzeugen Stacks erstellt habe. Dadurch konnte ich manchmal Bilder ablehnen, die nicht optimal waren, aber zugegebenermaßen tat ich dies nicht systematisch. In der Zwischenzeit hatte ich außerdem gelernt, dass JPEG-Bilder nicht in 16-Bit gespeichert werden können, obwohl der "Speichern" -Dialog dies nahelegt (siehe meine Besprechung der Atik Infinity Software). Hier habe ich Bilder von "Replay"-Stapeln deshalb im 16-Bit-TIFF-Format abgespeichert. Und in Zukunft werde ich dies auch während der Beobachtung tun.

Im Folgenden präsentiere ich meine "besten" Ergebnisse, die ich mit beiden Methoden erstellt habe, nämlich JPEG-Bilder (8 Bit) während der Beobachtung und TIFF-Bilder (16 Bit) von Stapeln, die ich im "Replay"-Modus erstellt habe (in Zukunft werde ich auch TIFF-Dateien während der Beobachtung speichern).

8-Bit Original

 

8-Bit nachbearbeitet

 

 16-Bit nachbearbeitet ("Replay")

   

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

 Dito, bearbeitet und nachgeschärft

   

M 56 (Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

 Dito, bearbeitet und nachgeschärft

         

M 57 (Ring Nebula in Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

 Dito, bearbeitet

   

M 27 (Hantelnebel in Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

 Dito, bearbeitet

   

M 27 (Hantelnebel in Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

 Dito, bearbeitet

   

M 71 (Sagitta), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

 Dito, bearbeitet und nachgeschärft

Der Vergleich zeigt, dass die Unterschiede in meinen unterschiedlichen Nachbearbeitungsversuchen ziemlich gering sind. Bei näherem Hinsehen wirken die Sterne in den 16-Bit-Versionen oft schärfer und runder, vielleicht weil ich einige Bilder vom Stapel entfernt habe. Die Nebel scheinen im 16-Bit-Modus besser herauszukommen. Auf der anderen Seite gelang es mir, zwei der drei 8-Bit-Versionen der Kugelsternhaufen ein wenig heller zu machen als ihre 16-Bit-Pendents. Insgesamt schließen ich daraus, dass es insgesamt sinnvoll ist, die zusätzliche Arbeit auf sich zu nehmen und optimierte Stapel im "Replay"-Modus zu erstellen, um möglicherweise bessere Ergebnisse zu erhalten.

Sechster Versuch

Am 14.1.2018 war endlich wieder eine klare Nacht, und so konnte ich endlich die Atik Infinity am Skymax-127 ausprobieren. Allerdings gelang es mir nicht, die Montierung korrekt auszurichten, so dass die Steuerung die ausgewählten Ziele nicht fand. Entnervt gab ich auf und beschloss, es mit zwei Objekten zu versuchen, die verhältnismäßig leicht von Hand zu finden sind (dabei hätte ich die Steuerung allerdings neu starten und den Tubus horizonal ausrichten müssen, was ich vergessen habe...). Das erste Ziel waren die Plejaden M 45, die ich nach leichter Korrektur finden konnte. Bei zweiten Ziel, dem Andromedanebel M 31, klappte es nicht, aber mit etwas "Herumstochern" und Glück habe ich ihn dann auch gefunden. Diese Objekte erwiesen sich als so ausgedehnt, dass ich den kürzlich erworbenen Fokalreduzierer samt Verlängerungshülse gleich einmal ausprobieren konnte (den genauen Grad der Reduzierung mit Hülse muss ich noch ausmessen...). Die Scharfeinstellung ist mit übrigens nicht optimal geglückt. Dass ich die angestrebten Objekte auch tatsächlich gefunden habe, konnte ich übrigens später anhand der Zeichnungen in Stoyans Buch Deep Sky Reiseführer belegen. Fotos waren in diesen Fällen leider wenig hilfreich (vielleicht sind Fotos im Internet geeigneter...).

Im folgenden zeige ich je ein Beispiel, das ich mit dem Skymax-127 und 2-fach-TS-Fokalreduzierer plus 25 mm-Verlängerungshülse (theoretisch 3-fache Reduktion, praktisch wohl nur 2,31-fach...) auf der Star Discovery AZ GoTo-Montierung während der Beobachtung aufgenommen habe:

    

M 45 (Taurus), Zentrum, unbearbeitet

 

M 45 (Taurus), Zentrum, bearbeitet

 

M 31 und M 32 (links oben, Andromeda), unbearbeitet

 

M 31 und M 32 (links oben, Andromeda), bearbeitet

Die folgenden Fotos wurden nachträglich aus Aufzeichnungen erzeugt:

 

M 45 (Taurus), Zentrum, aus Aufzeichnung, unbearbeitet

    

M 45 (Taurus), Zentrum, aus Aufzeichnung, bearbeitet

 

M 31 und M 32 (links oben, Andromeda), aus Aufzeichnung, bearbeitet

 

M 31 und M 32 (links oben, Andromeda), aus Aufzeichnung, bearbeitet, dunklere Variante

 

Diese aggressivere Variante wurde mit Autokontrast begonnen und dann noch etwas in den Tiefen verändert, um den Hintergrund dunkler zu machen. Dadurch ist der Kern stärker ausgewaschen, aber die Feinstrukturen sind besser zu erkennen, wenn man sich die große Version ansieht.

Eine ähnliche Version habe ich bei astrojedi gefunden, und deshalb habe ich es noch einmal etwas "agggressiver" versucht, um seinem Ergebnis näherzukommen.

M 31 und M 32 (links oben, Andromeda), aus Aufzeichnung, bearbeitet, aggressivere Variante

 

M 31 und M 32 (links oben, Andromeda), aus weiterer Aufzeichnung, bearbeitet

 

M 31 und M 32 (links oben, Andromeda), aus noch weiterer Aufzeichnung, bearbeitet

Diese Fotos zeigen das vollständige Bild, und die großen Versionen sind in Originalgröße. Dies liegt daran, dass die Himmelsobjekte ausgedehnt sind, sogar über das Gesichtsfeld hinaus.

Siebter Versuch

Am 12.2.2018 war endlich wieder einmal klarer Himmel, so daß ich meinen Explorer 150PDS mit GoTo-Montierung aufbaute, eigentlich aber, um im zweiten Anlauf mein neues Celestron StarSense-Modul zum Laufen zu bringen - im ersten Anlauf war ich gescheitert. Das gelang auch, und dann verlockte es mich, die Atik-Infinity-Kamera an das Teleskop anzuschließen und nach einigen "Winter"-DSO zu schauen: M 35-38 und M 42. Die Ergebnisse waren recht zufriedenstellend und vor allem natürlich der Orionnebel beeindruckte mich.

Die folgenden Fotos wurden mit dem Explorer 150PDS auf der Star Discovery AZ GoTo-Montierung (mit StarSense-Modul) aufgenommen und als 16-bit TIFF-Dateien gespeichert:

         

M 35 (Gemini), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

Dito, aggressiver bearbeitet und nachgeschärft

         

M 36 (Auriga), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

Dito, aggressiver bearbeitet und nachgeschärft

         

M 37 (Auriga), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

Dito, aggressiver bearbeitet und nachgeschärft

         

M 38 (Auriga), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

Dito, aggressiver bearbeitet und nachgeschärft

         

M 42 (Orion), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

   

Dito, aufgehellt in zweitem Schritt*

 

Dito, SW-Version

 

Dito, noch weiter aufgehellt in drittem Schritt*

*) Durch die nachträgliche Bearbeitung hat die Bildqualität gelitten...

        

Dito, noch einmal in einem Schritt aus dem unbearbeiteten Original gewonnen

 

Dito, andere Bearbeitung, heller

 

Dito, in einem Schritt aus einem "Replay-Stack" gewonnen

 

Dito, wie links, Sättigung leicht gesteigert

Aufgenommen mit Sky-Watcher Explorer 150PDS (12.2.2018), 600 x 600-Ausschnitt mit 1:1-Pixeln in großer Version

Achter Versuch

Am 21.2.2018 war wieder klarer Himmel, so daß ich meinen Explorer 150PDS mit GoTo-Montierung noch einmal aufbaute. Die Ausrichtung mit dem StarSense-Modul gelang, und ich habe nach einigen wenigen Objekten geschaut (M 35, M 42, M 37), dann die Atik-Infinity-Kamera an das Teleskop angeschlossen und nach zwei "Winter"-DSOs (M 35 und M 42) sowie dem Halbmond geschaut. Insgesamt war der Mond schon zu hell für ausgedehntere Fotoversuche. Die Ergebnisse waren zufriedenstellend, aber der Mond war nicht so scharf, wie ich gehofft hatte.

Die folgenden Fotos wurden mit dem Explorer 150PDS auf der Star Discovery AZ GoTo-Montierung (mit StarSense-Modul) aufgenommen und als 16-bit TIFF-Dateien gespeichert:

         

M 35 (Gemini), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

         

M 42 (Orion), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

Dito, alternativ bearbeitet und nachgeschärft

         

Halbmond, unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

Gebrauch mit verschiedenen Teleskopen

Heritage 100P auf Star Discovery AZ GoTo-Montierung

Die Atik Infinity-Kamera läßt sich, rein technisch gesehen, am Heritage 100P betreiben. Mit der Kamera allein kann ich zwar nicht in den Fokus gelangen, aber mit einer Barlow-Linse oder einem Fokal Extender ist dies möglich (2-fach-Versionen getestet; nicht gezeigt). Die Ergebnisse sind allerdings wenig befriedigend...

Ansicht der vollständigen Ausrüstung einschließlich PowerPack (für die Montierung und die Kamera) und Laptop-Computer (für die Atik Infinity-Software)

Explorer 150PDS auf Star Discovery AZ GoTo-Montierung

Mit dem Explorer 150 PSD Teleskop-Tubus kommt die Kamera in den Fokus (also ohne Barlow-Linse oder Extender). "PDS" bedeutet übrigens "auf Fotografie ausgelegt" (Photo) und "Fokussierer mit 10:1-Feineinstellung" (Dual Speed 10:1-Fokussierer). Mit diesem Tubus habe ich bisher die besten Ergebnisse erzielt.

Oben links und Mitte Ansicht der vollständigen Ausrüstung einschließlich PowerPack (für die Montierung und die Kamera) und Laptop-Computer (für die Atik Infinity-Software)

 

Vorläufiges Fazit

Fokus oder nicht?

Als "Minimalinfo" kann ich weitergeben, dass ich die Atik Infinity-Kamera am Heritage 100P direkt nicht verwenden kann, weil die Kamera nicht in den Fokus kommt, also nur unscharfe Bilder liefert. Ich habe jedoch inzwischen gefunden, dass der Einsatz einer Barlow-Linse* Abhilfe bringen könnte, weil sie den Fokuspunkt in die gewünschte Richtung, nämlich nach außen, verschiebt. Entsprechend dem Vergrößerungsfaktor (1,5 x oder 2 x) verlängert sich die Brennweite, was ja durchaus von Vorteil sein könnte, aber verringert sich auch das Öffnungsverhältnis, was längere Belichtungszeiten erfordern würde. Ein erster Test hat dies bestätigt, zeigte aber auch, dass die Himmelsobjekte dann wesentlich schwächer erscheinen, selbst wenn man die Belichtungszeit erhöht.

Ich kann außerdem berichten, dass ich mit meinem Explorer PDS150 in den Fokus komme, und das ohne eine Barlow-Linse oder einen Fokal Extender zu benötigen. Dies ist allerdigs keine Überraschung, denn der Explorer 150PDS ist eine an die Astrofotografie angepasste Version des Explorers 150.

*) Bisher habe ich immer nur das Gegenteil gefunden, nämlich, dass Schmidt-Cassegrain-Teleskope (z.B. Celestron C8, C9 oder C11) mit einem Brennweitenreduzierer ("Focal Reducer") versehen wurden, um die lange Brennweite dieser Teleskope zu verkürzen und das Öffnungsverhältnis zu verkleinern, sprich, die Lichtstärke zu erhöhen. Die Gründe für diesen Ansatz sind mir nicht bekannt, denn ein schneller Newton würde das auch können, aber vermutlich sind die optische Leistung und die Lichtsammelleistung der Schmidt-Cassegrains besser. Oder man macht es einfach, weil man den Schmidt-Cassegrain-Tubus besitzt...

Anfangs nur düftige Ergebnisse, dann Licht am Ende des Tunnels...

Die anfangs von mir mit der Atik Infinity-Kamera erreichten Ergebnisse sind sicherlich weit von dem entfernt, was man mit ihr erreichen kann. Trotzdem habe ich mit ihr schon mehr "gesehen", als ich bis dahin rein visuell finden konnte. Und ich konnte auch Himmelsobjekte mit Hilfe der Fotos eindeutig "identifizieren", Kugelsternhaufen zum Beispiel anhand von Begleitsternen. Insofern war ich erst einmal mit der Kamera zufrieden.

Am 6"-Newton-Tubus, dem Explorer 150PDS, konnte ich dann aber, es war schon der 5. Anlauf, Ergebnisse erzielen, die zumindest vorzeigbar waren. Nun bin ich noch etwas zufriedener! Natürlich ist immer noch viel Luft nach oben, aber "Luft nach oben" ist ja auch schön, denn dann habe ich noch etwas vor mir...

Bei meinem sechsten Versuch benutzte ich den Skymax-127 mit einem 2-fach-TS-Brennweitenreduzierer und einer 25 mm-Verlängerungshülse (ca. 2,31-fache Reduktion), weil die Objekte M 45 und M 31 so ausgedehnt sind. Die Ergebnisse scheinen in Ordnung zu sein, lassen aber Raum für Verbesserungen...

Mein siebter Versuch war wieder mit dem Explorer 150PDS und schloss das StarSence-Modul zur automatischen Ausrichtung der GoTo-Montierung ein. Das Ausrichten funktionierte mehr oder weniger gut, und auch die Fotos waren in Ordnung, insbesondere die des Orionnebels M 42/43. Beim achten Versuch, wieder mit StarSense-Modul, habe ich nur wenige Objekte (M35, M 42) und den Mond besucht; insgesamt war es durch den Mond schon zu hell für längere Beobachtungen. Die Mondfotos wurden leider nicht besonders scharf...

Positive Aspekte der "Astro-Schnellfotografie"

Nun möchte ich noch einige für mich positive Aspekte der "Astro-Schnellfotografie" herausstellen, die auch für "sub-optimale" Fotos zutreffen. Zum einen "sehe" ich Objekte mit der Kamera, die ich bei visueller Beobachtung aus den unterschiedlichsten Gründen nicht finden konnte. Auch wenn der Tubus auf der GoTo-Montierung saß, habe ich manche Objekte bei visueller Beobachtung nicht sehen können, wobei ich davon ausgehe, dass die Objekte dann (meistens) korrekt angefahren wurden. So liefert die Kamera schon einmal kleine Erfolgserlebnisse statt Frust und Enttäuschung.

Zum zweiten kann ich mit der Kamera ein Bild des beobachteten Himmelsobjekts speichern, das mir hinterher zumindest hilft, es zu identizifzieren, falls ich mir nicht sicher bin, es tatsächlich gefunden zu haben. Und es gibt auch bestimmte Merkmale des Objektes wieder, die ich mir normalerweise nicht merken kann und schnell nach der Beobachtung vergessen habe. Später steht dann in meinen Aufzeichnungen so etwas wie "schwacher Schimmer" oder "schön", was wenig aussagt. Selbst ein winziges und unscharfes Foto enthält mehr Informationen, die ich bei meinen Aufzeichnungen nutzen kann, als solche sehr "globalen" Aussagen.

Größe ist wichtig!

Ich habe noch eine weitere interessante Entdeckung bei den Fotos der Atik Infinity gemacht, aber dazu muss ich etwas weiter ausholen. Für Teleskope gibt es eine maximal förderliche Vergrößerung, die man nicht überschreiten sollte, denn oberhalb dieser Vergrößerung werden keine weiteren Details sichtbar, sondern das Bild wird nur noch "aufgeblasen" (abgesehen davon, erlaubt oft auch die mäßige Himmelsqualität keine höheren Vergrößerungen...). Also sollte man diese Vergrößerung normalerweise nicht überschreiten. Aber wie immer, keine Regel ohne Ausnahme! Stoyan empfiehlt bei kleineren flächigen Objekten, für eine sichere Erkennung bis zum doppelten der maximalen förderlichen Vergrößerung zu gehen (dies nennt er Maximalvergrößerung). In einfachen Worten würde ich das so formulieren: Oft wird eine gewisse Größe benötigt, um Objekte gut zu erkennen, Details spielen dabei weniger eine Rolle.

Was hat das jetzt mit der Atik Infinity-Kamera zu tun? Nun, ich habe festgestellt, dass schwache Objekte auf Bildern im 1:1-Format oder noch kleiner trotz der höheren Schärfe schwieriger zu erkennen sind als in größeren, "aufgeblasenen" Versionen, die ja eigentlich keine weiteren Informationen liefern, oder als ich sie im Atik Infinity-Programm auf meinem Laptop sah. Offensichtlich ist eine gewisse Größe der Bilder nötig, um schwache Objekte gut zu sehen.

 

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12.10.2018