Sky-Watcher Skymax-102 OTA-Informationen (4" Maksutov-Cassegrain)

Motivation | Aussehen | Aussehen mit verschiedenen Basen | Aussehen Skymax-102 OTA gegenüber Skymax-127 OTA | Basisdaten | Besuchte Himmelsobjekte | Erste Fotoversuche | Skymax-102 OTA als Spektiv | Fazit | Links

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Auf dieser Seite stelle ich einige Informationen zu meinem "Planeten"-Teleskop Sky-Watcher Skymax-102 OTA zusammen (am 23. Mai 2016 bestellt, am 28. Mai nach Justierung beim Händler angekommen). Es ist ein kompakter, relativ leichter 102 mm/1300 mm-Maksutov-Cassegrain-Tubus, den ich an der Virtuoso-Basis mitbenutzen wollte - als Ergänzung zum Heritage 114P-Dobson-Tubus, den ich mit der Virtuoso-Basis erworben hatte. Ich habe das Virtuoso samt Tubus jedoch wegen technischer Probleme wieder zurückgegeben. Im Frühling 2017 habe ich eine Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo Teleskop-Montierung erworben und benutzte den Skymax-102-Tubus nun auf dieser Basis, auf der Basis des Heritage 100P und bevorzugt auf der Sky-Watcher AZ Pronto-Montierung, die ich im August 2018 erwarb. Auf einer weiteren Seite beschreibe ich, wie ich den Skymax-102-Tubus auf beiden erstgenannte Basen verwendet habe.

Ich habe den Skymax-102-Tubus auch als Spektiv auf einem Fotostativ verwendet und für Erdbeobachtungen ein 45°-Amici-Prisma erworben (das natürlich auch am Skymax-127 verwendet werden kann...).

Hinweis: m November 2017 habe ich den größeren Bruder, einen Sky-Watcher Skymax-127 OTA (127 mm/1500 mm) gebraucht erworben, um noch etwas mehr Leistung auf der Star Discovery-Montierung "herauszukitzeln". Weil sich beide Tuben sehr ähnlich waren, habe ich diesen kleinen und schönen Tubus Ende August 2018 verkauft. Deshalb kann ich auf dieser Seite keine weiteren Erfahrungen mit dem P130 mehr berichten.

 

Motivation

Warum habe ich das Sky-Watcher Skymax-102 OTA gekauft und für welchen Zweck? Der Skymax-102 OTA ist ein Maksutov-Cassegrain-Tubus und kombiniert eine hohe Vergrößerung mit kompakten Abmessungen und vertretbarem Gewicht, allerdings auf Kosten der Lichtstärke. Es ist damit ein typisches "Mond, Sonne und Planeten"-Teleskop und genau zu diesem Zweck habe ich es nach einer Empfehlung eines Händlers Ende Mai 2016 angeschafft. So füllte es eine Lücke in meiner Teleskop-Sammlung und erfüllte dort eine spezielle Aufgabe, die von Newton-Tuben nicht so gut gelöst werden kann. Auch eine Reihe hellerer Deep-Sky-Objekte konnte ich damit beobachten, ganz im Gegensatz zum in dieser Hinsicht enttäuschenden Meade ETX 90/EC.

Ich habe allerdings immer wieder überlegt, ob ich es gegen das etwas leistungsstärkere Modell mit 127 mm Öffnung ersetzen sollte, wie es mein Astro-Händler als mögliche "Optimierung" meiner Teleskop-Sammlung vorschlug (und auch wieder nicht...). Und genau das ist im November 2017 passiert, als ich einen gebrauchten Skymax-127 OTA erworben habe! Und weil ich keinen Bedarf für zwei sehr ähnliche Teleskop-Tuben hatte, habe ich das nette kleine Skymax-102 Ende August 2018 wieder verkauft.

 

Aussehen

Auspacken, Tasche

Umverpackung

Dito

Packmaße:
Umverpackung: 57 cm x 25,5 cm x 24,5 cm
Innere Verpackung: 53 cm x 21,5 cm x 21 cm

Bruttogewicht: 4 kg (4,5 kg lt. DHL), Nettogewicht: 3 kg

Dito

Dito

Vergleich mit Umverpackung des Sky-Watcher 114P Virtuoso

Dito

Zwischenverpackung

Dito

Noch eine Verpackung erscheint....

Alle Verpackungen auf einmal!

Dito

Beim Öffnen der inneren Verpackung erscheint eine Tasche

Tasche aus dem Karton genommen

Inhalt des kleines Kartons (Zubehör) ausgepackt

Zubehör ausgepackt

Teleskop-Tubus aus der Tasche genommen

Dito, der Schraubenzieher zeigt auf den Zenitspiegel

Dito mit Basis des Heritage 100P

Tasche geöffnet, man sieht die Abdeckung für den Inhalt

Tasche und Abdeckung für den Inhalt geöffnet

Tasche mit in Plastik eingewickeltem Tubus

Zubehör: 10mm und 25mm Okulare, Lichtpunktsucher, Zenitspiegel und mehr

Kollimation

Die 6 Inbus-Schrauben für die Kollimation am hinteren Ende des Tubus

Der Hauptspiegel des Sky-Watcher-102 OTA kann mit 6 Inbus-Schrauben, die sich am hinteren Ende des Teleskopes befinden, justiert werden. Die kleinen Inbus-Schrauben dienen zum Kontern, die großen zum Justieren.

Anleitung von Teleskop-Express:

Die Kollimation sollte am besten direkt am Stern erfolgen. Stellen sie ihn bei Vergrößerung um 100fach unscharf ein. Ein dunkler Schatten (der Fangspiegel) sollte genau mittig sein. Wenn er das nicht ist, sollten Sie das Teleskop justieren. Dabei gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Als erstes werden die Konterschrauben gelockert. Die Justage verstellt sich noch nicht.
  • Danach wird vorsichtig mit den Justageschrauben justiert, ¼ Umdrehung bringt schon einen deutlich sichtbaren Effekt. Justieren Sie bitte so lange, bis der dunkle Fleck des Fangspiegels genau mittig ist.
  • Fixieren Sie dann die Konterschrauben wieder.

Das Teleskop ist nun sauber kollimiert und wird Ihnen bestmögliche Leistung bringen.

 

Aussehen mit verschiedenen Basen

Teleskop-Tubus auf der Heritage 100P-Basis

Skymax-102 auf Heritage 100P-Basis

Dito von vorn

Dito von vorn, etwas näher

Skymax-102 auf Heritage 100P-Basis, andere Seite

Skymax-102 auf Heritage 100P-Basis, mehr von hinten

Dito, Details (Fokussierer, Zenitspiegel)

Der Tubus ist gegen die "offizielle" Blickrichtung der Basis montiert. Die Feststellschraube für den Tubus wurde so gestellt, dass sie auf eines der drei Löcher in der Prismenschiene trifft.

Teleskop-Tubus auf der Omegon-Mini-Dobson-Basis

Alternativ zur Heritage 100P-Basis, verwende ich den Tubus auch auf einer einfachen Omogon-Mini-Dobson-Basis.

Skymax-102 auf Omegon-Basis

Dito, von vorn

Dito, andere Seite

 

Dito, von hinten

 

Der Zenitspiegel stößt unten an, der Tubus kann nicht vollständig rotiert werden - aber das ist kein Problem...

Dito, Detail

Dito, Detail

Die Feststellschraube für den Tubus wurde so gestellt, dass sie auf eines der drei Löcher in der Prismenschiene trifft. Ich habe allerdings festgestellt, dass es bei der Omegon-Basis besser ist, die Feststellschraube auf der Seite der Prismenschiene anzubringen, die keine Löcher hat.

Teleskop-Tubus auf der Heritage P130-Basis

Weil mir die kleinen Basen "zu zitterig" waren, habe ich auch die Basis des Heritage P130 mit dem Skymax-102 OTA ausprobiert. Diese Basis wirkt ein wenig zu groß, aber sie ist etwas stabiler und das Zittern deshalb etwas geringer. Für zu Hause scheint diese Basis eine gute Lösung zu sein, für die Reise ist sie mir allerdings zu groß und unhandlich.

Skymax-102 auf Heritage P130-Basis, von der Seite

Dito, von der anderen Seite

Dito, von hinten, Detail

Dito, von hinten

Dito, von hinten, Tubus steil gestellt

Dito, von hinten, Tubus horizontal

Dito, von vorn

Dito, von vorn, Tubus steil gestellt

Dito, von vorn, Tubus horizontal

Der Tubus ist gegen die "offizielle" Blickrichtung der Basis montiert. Die Feststellschraube für den Tubus wurde so gestellt, dass sie auf eines der drei Löcher in der Prismenschiene trifft.

Hinweis: Ich habe das Heritage P130 Mitte April 2017 verschenkt, so dass mir diese Lösung für das Skymax-102 OTA nicht mehr zur Verfügung steht.

Teleskop-Tubus auf der Star Discovery AZ GoTo-Montierung

Wenn ich den Tubus auf der Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo-Montierung verwende, ist leider die Lage des Leuchtpunktsuchers ungünstig*.

Skymax-102 Tubus auf der Montierung (Gesamtsicht)

Dito (Detail)

Ansicht von vorn - man sieht deutlich die ungünstige Lage des Suchers

Skymax-102 Tubus auf der Montierung, gedreht (Gesamtsicht)

Dito (Detail) - man sieht deutlich die ungünstige Lage des Suchers

Ansicht von hinten - man sieht deutlich die ungünstige Lage des Suchers

 

Dito (Detail) - man sieht deutlich die ungünstige Lage des Suchers

 

*) Die OTA-Versionen sind für den Einsatz auf EQ-Montierungen gedacht und passen deshalb nicht optimal auf AZ-Montierungen und Dobson-Basen.

Teleskop-Tubus auf der AZ Pronto-Montierung

Und schließlich verwendete ich den Skymax-102 OTA auf meiner neuen Sky-Watcher AZ Pronto-Montierung.

Ohne Extender

Von der Seite

Dito (Detail)

Andere Seite

Dito (Detail)

Mit Extender

 

Von der Seite

Dito (Detail)

Andere Seite

Dito (Detail)

Teleskop-Tubus auf Foto-Stativen

Der Skymax-102 Tubus kann auch auf Fotostativen verwendet werden, denn er ist kompakt und nicht zu schwer (< 2 kg). Diese Art der Montierung empfiehlt sich auch am Tage, wenn der Tubus als "Spektiv" verwendet werden soll (das Bild ist aufrecht, aber spiegelverkehrt; ein Amici-Prisma würde ein "normales", also aufrechtes und seitenrichtiges, Bild erzeugen).

Detailansichten des Tubus auf meinem alten Revue-Stativ

 

 

Aussehen Skymax-102 OTA gegenüber Skymax-127 OTA

Das Skymax-102 sitzt hier auf der Omegon Mini Dobson-Montierung, die eigentlich dafür etwas zu wackelig ist. Aber das Skymax-127 auf der Heritage 100P-Basis ist auch nicht besser...

Skymax-127 (links) und Skymax-102 (rechts) von vorn

Dito, von der Seite

Dito, von der anderen Seite

Dito, von hinten

Dito, schräg von der Seite

Dito, schräg von vorn

Dito, andere Sicht, von der Seite

Dito, von hinten

Dito, von der anderen Seite

Dito, schräg von hinten

Die Tuben allein

Dito, schräg von vorn

Skymax-Tuben in Sky-Watcher-Tasche

Skymax-127 in der Tasche

Dito, Tasche offen

Dito, Zubehörtasche geöffnet

Skymax-102 in der Tasche

Dito, Tasche offen, das Zubehör findet in seinen Schachteln über dem Tubus Platz

Dito, Zubehör entnommen

Dito, das Zubehör kann auch so liegen

Skymax-127 in der Tasche, Zubehör an der Seite und auf dem Tubus

Beide Tuben in ihren Taschen mit Zubehör

 

Basisdaten des Sky-Watcher Sky-Watcher Skymax-102 OTA (im Vergleich)

Teleskop
Meade
Sky-Watcher Skymax/Heritage
GSO Omegon
10" ETX 90EC 102 127 76 100P 114P P130 150PDS GSD 680 PS 72/432
Optische Bauart Newton
(Parabol.)
Maksutov-Cassegrain Maksutov-Cassegrain Maksutov-Cassegrain Newton
(Sphärisch)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Refraktor
Hauptspiegel-Durchmesser 254 mm 96 mm (90 mm) 102 mm (4") 127 mm (5") 76 mm (3") 100 mm (4") 114 mm (4,5") 130 mm (5") 150 mm (6") 200 mm (8") 72 mm
Brennweite, Öffnungs-
verhältnis
1270 mm
f/5
1250 mm
f/13,8
1300 mm
f/12,7
1500 mm
f/11,8
300 mm
f/3,95
400 mm
f/4
500 mm
f/4,38
650 mm
f/5
750 mm
f/5
1200 mm
f/6
432 mm
f/6
Auflösungs-
vermögen
0,45" 1,3" 1,15" 0,91" 1,51" 1,15" 1,01" 0,9" 0,77" 0,58" 1,61" **
Visuelle stellare Grenzgröße ca. 14,5 mag 11,7 mag 12,7 mag 13,2 mag 11,2 mag 11,8 mag 12,1 mag 13,3 mag 12,7 mag 14,5 mag 11,1 mag **
Lichtsammelleistung 1316,7 165,3 212,3 329,2 117,9 204,1 265,2 344,9 459,2 816,3 105,8 **
Empfohlene
Maximal-
Vergrößerung
ca. 600 x 325 x 204 x 254 x ca. 100 x (152 x) 150 x (200 x) 170 x (228 x) ca. 195/220 x (260 x) ca. 225 x (300 x) ca. 300 x (400 x) 144
Abmessungen Teleskoptubus (Durchm. x Länge) 35 cm x 119 cm 10,4 cm x 27,9 cm 11,6 x 27 cm 14,4 x 33 cm n.a. 11,5 cm x 37 cm* n.a. Länge zu-
sammen-
geschoben < 37 cm (14,5")
18,2 cm x 69 cm
18 cm x 68 cm*
23 cm x 115 cm L: 39,5 cm mit ausgez. Taukappe
Nettogewicht Basis 12,2 kg n.a. --- --- n.a. 1,3 kg* 1,6 kg 3,1 kg* --- 11,2 kg n.a.
Nettogewicht
optischer Tubus
17,2 kg n.a. 1,9 kg 3,4 kg n.a. 1,2 kg*
3,7 kg
3,25 kg* 5,0/6,0 kg
5,5 kg*
9,5 kg
n.a.
Nettogewicht gesamt 3,5 kg 1,75 kg 2,5*/2,8 kg 5,3 kg < 6,5 kg ca. 21 kg 2,06 kg

Dunkelblau: Teleskope in aktuellem Besitz; kursiv und dunkelrot: Teleskope, die ich besaß; schwarz: zum Vergleich; *) selbst gemessen; **) korrigierte Werte

 

Besuchte Himmelsobjekte

Bisher habe ich die folgenden Himmelsobjekte mit dem Sky-Watcher Skymax-102 besucht (und dokumentiert...):

 

Erste Fotoversuche

Erste Fotos der Venussichel mit ans Okular gehaltener Kamera

Am 13. Februar 2017 habe ich mit meinem Sky-Watcher Heritage Skymax-102 Maksutov-Cassegrain-Teleskop einige Fotos von der Venussichel versucht. Ich habe wieder die Leica X Vario ans Okular gehalten (1:50-Methode und die Kamera auf 1600 ASA und manuelle Belichtung eingestellt; die Entfernung habe ich auf Unendlich fixiert.

100%-Ausschnitte; das rechte Foto wurde mit längerer Kamerabrennweite aufgenommen; Leica X Vario

Erste Mond-Fotos mit ans Okular gehaltener Kamera

Die folgenden Mond-Aufnahmen stammen von Anfang April 2017 (2. und 4. April kurz nachdem der Tag begonnen hatte - am 3. April war Halbmond). Sie wurden nach der 1:50-Methode aufgenommen, d.h. mit ans Okular gehaltener Kamera, in diesem Fall war es eine Ricoh GR (28 mm äquivalent). Ich habe ISO 1600 verwendet und unterbelichtet, um Überstrahlungen zu verhindern.

Ich verwendete ein 16 mm-UWA- und ein 32 mm-Plössl-Okular. Mit dem 16 mm-Okular konnte ich zwar den ganzen Mond sehen, aber leider nicht aufnehmen.

Die Fotos erreichen leider nicht die Schärfe der Fotos, die ich zur gleichen Zeit mit dem Sky-Watcher Explorer 150PDS aufgenommen habe.

2. April 2017

    

Mit 32 mm-Okular (ca. 40 x) - 1600-Pixel-Version

 

Mit 32 mm-Okular (ca. 40 x) - 1600-Pixel-Version

Mit 16 mm-Okular (ca. 81 x) - 3200-Pixel-Version

4. April 2017 (Halbmond)

Mit 16 mm-Okular (ca. 81 x) - 3200-Pixel-Version

4. April 2017

 

Mit 32 mm-Okular (ca. 40 x) - 1600-Pixel-Version SW

 

Mit 32 mm-Okular (ca. 40 x) - 1600-Pixel-Version SW

Vergleich der Tage

      

2. April 2017

 

4. April 2017 (gerade begonnen, Halbmond)

  4. April

Mond-Fotos mit am Okular fixierter Kamera

Am 27. Februar 2018 habe ich eine Reihe von Mondfotos mit meiner Leica M und am Okular festgeschraubtem Minolta 28 mm-Objektiv aufgenommen. Das Ergebnis waren allerdings im wesentlichen verwackelte Fotos. Um die Bedingungen für das Verwackeln genauer zu untersuchen, habe ich die Belichtungszeiten variiert. Anders als beim Skymax-127 erhielt ich hier das relativ klare Ergebnis, dass Aufnahmen unter 1/1000 sec Belichtungszeit meistens unscharf sind, ab 1/1000 sec hat man oft das Glück, dass sie scharf sind. Noch kürzere Zeiten führen zu Unterbelichtungen und müssten durch eine höhere ISO-Zahl ausgeglichen werden (ich habe bereits ISO 3200 verwendet). Weder Unterbelichtung noch eine höhere ISO-Zahl erhöhen die Qualität der Fotos...

Fazit: Nur mit sehr kurzen Zeiten erhalte ich mit dieser Kombination wirklich scharfe Fotos, und das auch eher selten. Das Potenzial ist vorhanden, aber die Ergebnisse mit dem Skymax-127 scheinen geringfügig besser zu sein, als die mit dem Skymax-102, doch das kann auch an den ausgewählten Aufnahmen liegen oder Zufall sein... Hier einige ausgewählte Beispielfotos:

    

Mit 1/1000 sec aufgenommen, bearbeitet - 2400 Pixel

 

Mit 1/1000 sec aufgenommen, bearbeitet - 2400 Pixel

 

Mit 1/1500 sec aufgenommen, etwas unterbelichtet, bearbeitet - 2400 Pixel

 

Mit 1/500 sec aufgenommen, unscharf, bearbeitet - 2400 Pixel

    

Ausschnitt aus der Südhemisphäre, die schärfste Version

 

Ausschnitt aus der Südhemisphäre, bei gleicher Belichtungszeit etwas weniger scharf

 

Ausschnitt aus der Südhemisphäre; durch die Unterbelichtung mehr Rauschen und etwas weniger scharf als die Aufnahme mit doppelter Belichtungszeit darüber

 

Ausschnitt aus der Südhemisphäre; trotz 1/1000 sec Belichtungszeit unscharf...

Die folgenden Saturn-Aufnahmen stammen vom 3.8.2018 und wurden mit der Projektionsmethode aufgenommen, d.h. mit am Okular (32 mm-Digiscope-Okular mit T-Mount) angeschraubter Sony RX100 M4. Ich habe ISO 1600 und einmal 800 verwendet und unterbelichtet, um Überstrahlungen zu vermeiden.

              

Fotos beschnitten, aber nicht bearbeitet; die linken 5 Fotos wurden mit ISO 1600, das rechte mit ISO 800 aufgenommen

         

Fotos aufgehellt

Fotos mit Kamera am Teleskop per T-Mount-Adapter

Am 23.2.2018 habe ich versucht, die Bedeckung des Aldebaran durch den Mond mit dem Skymax-127 OTA und per T-Mount-Adapter angeschlossener Leica M (Typ 240) zu fotografieren. Das Teleskop dient bei dieser Montageart als Kamera-Objektiv (1500 mm, f/11,8). Die Ergebnisse sind anderswo beschrieben und im Großen und Ganzen enttäuschend, weil fast alle Aufnahmen trotz verwendetem Drahtauslöser verwackelt sind.

Ich habe mit dem Skymax-102 nur wenige Mond-Fotos aufgenommen, weil schnell klar wurde, dass diese nicht befriedigen konnten, obwohl es im Sucher zunächst so aussah, also ob die Fotos scharf waren. Aber trotz oder wegen der Auslösung per Drahtauslöser sind die Fotos nicht scharf. Allerdings scheint es sich, anders als beim Skymax-127, eher um ein Problem der Scharfeinstellung als des Verwackelns zu handeln (obwohl auf einzelnen Fotos auch Doppelkonturen erscheinen). Warum die Fotos so unscharf sind, obwohl sie im Sucher bei der automatischen Wiedergabe scharf aussahen, entzieht sich meiner Kenntnis...

    

Originalansicht

 

Originalansicht

 

Ausschnitt aus dem Foto darüber

 

Ausschnitt aus dem Foto darüber

 

Skymax-102 OTA als Spektiv

Das Skymax-102 kann als Spektiv für Erdbeobachtungen verwendet werden, obwohl es für diesen Einsatzzweck ein bisschen groß und schwer ist. Um ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild zu erreichen, benötigt man ein Amici-Prisma. Ich habe ein Baader Amici-Prisma mit 45°-Winkel erworben, dieser Winkel ist für Erdbeobachtungen bequemer als 90° (Baader BA2956150 1,25"/45° Amici-Prisma). Mit meinem 32 mm-Okular erhielt ich eine Vergrößerung von gut 40-fach, mit meinem 24 mm-Okular eine 54-fache (mein 24 mm Okular hat aber ein größeres Gesichtsfeld, so dass ich damit fast das gleiche wahre Gesichtsfeld erhielt). Das "Spektiv" stand auf einem alten Revue-Fotostativ (siehe Fotos oben).

Fotos: Das Baader Amici-Prisma

Erste Fotoversuche

Hier zeige ich ein paar nicht sehr scharfe erste Fotoversuche mit dem Skymax-102 als Spektiv, bei denen ich die Sony RX100 M4 ans Okular (32 mm) hielt:

Fotodaten: 28.11.2017, ISO 1600, Brennweite 24 mm (äquiv.)

Ein weiterer Versuch...

Hier habe ich die Sony RX100 M4 mit dem Lensmate Filteradapter und einigen weiteren Adaptern fest ans Okular (32 mm) montiert:

         
         
 
 

Fotodaten: 2.3.2018, ISO 1600, Brennweite 50 mm (äquiv.)

Hinweis: In voller Größe sehen die Fotos nicht sehr scharf aus...

Dritter Versuch: Bei den Binshof-Teichen in der Nähe von Speyer

         
         
   
         
 
 
         
   

Aufnahmedaten: 4.3.2018, ISO 800, Brennweite 52 mm (äquiv.)

Hinweis: Das einzige etwas schärfere Foto ist dasjenige, das den Reiher zeigt, insgesamt ist das Schärfeergebnis im Original eher enttäuschend.

 

Fazit

Tubus

Der Skymax-102 OTA ist ein Maksutov-Cassegrain-Tubus und spielt damit in einer etwas anderen Liga als meine Dobson-Teleskope (oder Newton-Tuben). Er ist klein und handlich und wirkt dabei trotz nur 2 kg Gewicht erstaunlich schwer - vermutlich, weil er so klein aber deutlich schwerer ist als mein Heritage 100P.

Während ich nicht erkennen kann, dass seine optische Leistung besser ist als bei Newtons/Dobsons, wie vielfach behauptet wird und sicher auch richtig ist, sehe ich seinen Hauptvorteil in der Kombination aus hoher Vergrößerung bei kompakten Abmessungen und vertretbarem Gewicht, was allerdings nur auf Kosten der Lichtstärke funktionieren kann (Öffnungsverhältnis F 1:12,7). Es handelt sich also um ein typisches "Mond, Sonne und Planeten"-Teleskop und wurde von mir nach einer Empfehlung eines Händlers genau zu diesem Zweck angeschafft. Eine Reihe hellerer Deep-Sky-Objekte konnte ich damit auch beobachten, ganz im Gegensatz zum in dieser Hinsicht enttäuschenden Meade ETX 90/EC. Alles in allem füllte es eine Lücke in meiner Teleskop-Sammlung und erfüllte dort eine spezielle Aufgabe, die von Newton-Tuben nicht so gut gelöst werden kann.

Ich habe allerdings immer wieder überlegt, ob ich es gegen das etwas leistungsstärkere Modell mit 127 mm Öffnung ersetzen sollte, wie es mein Astro-Händler als mögliche "Optimierung" meiner Teleskop-Sammlung vorschlug (und auch wieder nicht...). Und genau das ist im November 2017 passiert, als ich einen gebrauchten Skymax-127 OTA erworben habe! Und weil ich keinen Bedarf für zwei sehr ähnliche Teleskop-Tuben hatte, habe ich das nette kleine Skymax-102 Ende schlußendlich im August 2018 wieder verkauft.

Beim Vergleich mit dem Skymax-127 OTA war es schwierig, signifikante Unterschiede in der optischen Leistung zwischen beiden Tuben festustellen, zumal die Bedingungen nie exakt vergleichbar waren. Beim Orionnebel M 42 schien mir der Skymax-127 allerdings geringfügig im Vorteil zu sein: die Nebelwolke erschien etwas differenzierter und die "Schwingen" (siehe das nachfolgende Foto zur Illustration) waren besser zu erkennen:

Foto: Foto von M 42/43 mit Atik Infinity (SW-Version) mit Explorer 150PDS

Einen weiteren Vergleich habe ich am offenen Sternhaufen M 35 durchgeführt. Im Skymax-127 erschien mir der Sternhaufen zunächst plastischer und kontrastreicher, aber wenn ich länger durch die Okulare schaute, näherte sich der Bildeindruck mit beiden Tuben letztendlich sehr an.

Ende Februar 2018 habe ich den Mond mit beiden Skymax-Tuben in unterschiedlichen Konfigurationen fotografiert. Abgesehen von Verwackelungsproblemen, wenn die Leica M (Typ 240) fest am Teleskop oder Okular montiert wird, waren die wenigen scharfen Fotos in Ordnung und vergleichbar, wenn ich auch zu dem Eindruck gelangte, dass das Skymax-127 die Nase etwas vorn hatte, zumal es wegen der etwas längeren Brennweite auch eine etwas größere Abbildung erzeugte (bei sonst gleicher Konfiguration). Letzteres war günstig für mein 32 mm-Okular, an das ich Kameras per T-Mount-Adapter fest anschrauben kann.

Anfang August 2018 habe ich mit beiden Teleskopen und der Sony RX100 M4 Fotos vom Saturn aufgenommen. Die Fotos mit dem Skymax-127 zeigten den Saturn geringfügig größer und mit weniger Farbsäumen. Ende August habe ich dann noch einmal über etwa eine Woche hinweg den Mond mit beiden Tuben aufgenommen und konnte keine bedeutsamen Unterschiede zwischen diesen feststellen.

Insgesamt denke ich, dass der Skymax-127 für Deep-Sky-Objekte einen leichten Vorteil gegenüber dem Skymax-102 hat. Dafür ist letzterer dank seiner geringeren Größe und seines niedrigeren Gewichts wesentlich handlicher. Beide Tuben passen aber noch (der 127er gerade so...) in die Sky-Watcher-Tasche, die zum 102 dazugehört und die ich für meinen gebrauchten 127er-Tubus nachgekauft habe. In der Tasche und mit Zubehör bringen die Tuben 2,8 kg bzw. 4,3 kg auf die Waage (aber unsere Waage ist nicht genau...).

Hinweis: Ich habe den Vergleich beim Skymax-127 etwas ausführlicher dargestellt.

Skymax-127 in der Tasche, Zubehör in der Tasche vorn

Skymax-102 in der Tasche, das Zubehör findet noch über dem Tubus Platz

Beide Tuben in ihren Taschen mit Zubehör

Basen

Ich habe den Skymax-102 OTA auf vier verschiedenen Basen ausprobiert und bin am Ende zu etwas anderen Schlußfolgerungen gekommen, als ich anfangs angenommen hatte. Weil der Skymax-102-Tubus deutlich schwerer als der Heritage 100P-Tubus ist und zudem bei gleicher Okularbrennweite mehr als dreimal stärker vergrößert, machte sich das Zittern der kleinen Basen bei diesem Tubus deutlicher bemerkbar. Deshalb verwendete ich, wenn ich auf GoTo verzichten wollte/musste, zu Hause zunächst immer die stabilere P130-Basis (auch wenn sie nicht wirklich zitterfrei war). Allerdings habe ich das P130 Mitte April 2017 verschenkt, und danach stand mir diese Option nicht mehr zur Verfügung; so musste ich zur 100P-Basis zurückkehren. Im Urlaub kam ohnehin aus Platzmangel nur die 100P-Basis zum Zuge. Wenn ich den Skymax-102-Tubus mit GoTo verwenden wollte, kam die Star Discovery AZ GoTo-Montierung zum Zuge. Das war jedoch nur zu Hause der Fall.

Im August 2018 habe ich schließlich, weil ich im Grunde keine geeignete manuelle Montierung für meine Teleskop-Tuben besaß, eine Sky-Watcher AZ Pronto-Montierung erworben. Diese Montierung war ideal für den Skymax-102-Tubus (der Sucher saß auch richtig) und es machte Spaß! Aber leider war diese Partnerschaft nur von kurzer Dauer...

Nutzung auf Fotostativen und als Spektiv

Der Skymax-102 Tubus kann auch auf Fotostativen verwendet werden, denn er ist kompakt und nicht zu schwer (< 2 kg). Diese Art der Montierung empfiehlt sich auch am Tage, wenn der Tubus als "Spektiv" verwendet werden soll (das Bild ist aufrecht, aber spiegelverkehrt). Mit einem Amici-Prisma kann man ein "normales" Bild erzeugen, und deshalb habe ich mir eines für die Erdbeobachtung angeschafft.

Letzte Worte

Möglicherweise sind die äußerlichen Unterschiede (Größe, Gewicht, Handichkeit, ...) zwischen dem Skymax-102 und Skymax-127 deutlicher als die Unterschiede in der optischen Leistung. Getrieben von dem Drang nach noch mehr Leistung habe ich, als sich eine gute Gelegenheit ergab, das größere Skymax-127 gebraucht erworben. Und weil ich eigentlich kein Gerätesammler bin, habe ich mich anschließend vom Skymax-102 wieder getrennt. Ob diese Entscheidung richtig war, werde ich vermutlich (und hoffentlich) nie herausfinden...

 

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17.11.2018