Deep-Sky-Winterbeobachtungen Mitte Januar - März 2018

Beobachtungsbedingungen | Übersicht der Beobachtungen | Anmerkungen | Referenzen

Ab Mitte Januar 2018 bis Ende März habe ich, vor allem mit dem Fernglas, einfache "Deep-Sky-Winterbeobachtungen" unternommen, die vielleicht für andere Anfänger auch von Interesse sein könnten und deshalb hier beschrieben werden.

Liste der Beobachtungsobjekte (die Links führen zu Seiten, die die DSO beschreiben):

Die Beobachtungsobjekte habe ich größtenteils anhand meiner Literatur ausgewählt (siehe Referenzen).

 

Beobachtungsbedingungen

Himmelsbereich und Objekte

Meine Beobachtungen bewegten sich zwischen dem Orion im Osten bis zu Andromeda, Cassiopeia und Pegasus im Westen. Vor allem habe ich "fernglas-taugliche" Objekte ausgesucht.

Übersichtskarte

Die folgende Karte (Januar 2018) zeigt in etwa den Himmelsbereich, den ich bei meinen Beobachtungen primär "abgegrast" habe:

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Hier noch eine invertierte Karte vom Februar 2018 mit markierten möglichen Zielen:

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Beobachtungszeit

Die Beobachtungen begannen früh, oft kurz nach Sonnenuntergang. Im März war das natürlich später als im Januar...

Beobachtungsort

Die meisten Beobachtungen wurden in Mühlhausen/Kraichgau (Deutschland) durchgeführt:

Einige wenige Beobachtungen fanden in Kellinghusen und Erkerode (beide in Deutschland) statt.

Verwendete Geräte

Allgemeine Bedingungen

Generell ist der Himmel über Mühlhausen/Kraichgau eher "lichtverschmutzt" und lädt nicht dazu gerade ein, nach Deep-Sky-Objekten zu suchen. Dies ist sicher mit ein Grund, warum ich einige der Deep-Sky-Objekte, die ich beobachten wollte, nur manchmal oder auch gar nicht gefunden habe.

Der Himmel über Kellinghusen ist erheblich dunkler, der über Erkerode auf jeden Fall dunkler als in Mühlhausen.

 

Übersicht der Beobachtungen

Beobachtungstermine

Datum Beobachtete Objekte Weitere Beobachtungen und Anmerkungen Verwendete Geräte Verwendete Okulare Anmerkungen
14.1.2018 GE: M42/43 (Orionnebel)
OS: M 35, M 45 (Plejaden), Mel 25 (Hyaden), Mel 20 (Mirfak-Haufen), NGC 884/869 (Perseus-Doppelhaufen)
  TS-Fernglas, Skymax-102/127 Nicht dokumentiert Skymax-127/102 mit verschiedenen Vergrößerungen: M 42/43, besonders im 127 die spitzen Flügel sehr schön, beide zeigten das Trapez gut, keine wirklich großen Unterschiede zwischen den Teleskopen…
TS-Fernglas: M 35 schön wie nie zuvor, M 42/3, M 45, Hyaden, Alpha-Persei-Haufen, Perseus-Doppelhaufen
4.2.2018 G: M 31 (Andromeda-Galaxie)
OS: M 35, M 45, Mel 25, Mel 20, NGC 884/869
  TS-Fernglas, Skymax-102/127 Nicht dokumentiert Skymax-102 und 127 an M 31: keine großen Unterschiede erkennbar, das 127 besser scharfzustellen; im TS-Fernglas M 31 ähnlich hell, aber kleiner
TS-Fernglas: M 31, Mirfak-Haufen, Perseus-Doppelhaufen, Plejaden, Hyaden, M 35 (schwach zu erahnen)
Auge: Betelgeuze zum ersten Mal bewußt "gelb-rot" gesehen…
5.2.2018

G: M 31
GE: M42/43
OS: M 35, M 45, Mel 25, Mel 20, NGC 884/869

  TS-Fernglas, Skymax-102/127 Verschiedene Okulare probiert Skymax-102 und 127 an M 42/43 und M 35 verglichen:
M 42/43: Verschiedene Okulare probiert, Trapez getestet, eigentlich keine Unterschiede am Trapez im Gegensatz zu dem, was Herr Kloß sagt… Am ehesten Unterschiede beim Nebel und Kontrast…
M 35: erscheint im 127er kontrastreicher, sonst wohl kaum Unterschiede…
TS-Fernglas: Wieder alle "Standards" angesehen, am Ende auch M 31 gefunden. M 35 besser als "Nebel" zu sehen als am Vortag
12.2.2018 G: M 31
GE: M 42/3
OS: M 35, M 36, M 37, M 38, M 45, NGC 884/869
Aufbau mit Starsense hat im 2. Anlauf (nach dem 8.2.) geklappt, Kamera auch Explorer 150PDS GT mit StarSense-Modul (auch mit AI) Nicht dokumentiert

Alle Objekte gut im Teleskop gesehen.
Anschließend einige mit Atik Infinity fotografiert: M 35, M 36, M 37, M 38, M 42/43 (siehe spezielle Seite)

13.2.2018 G: M 31
GE: M 42/3
OS: M 35, M 36, M 37, M 38, M 45, Mel 25, Mel 20, NGC 884/869
  TS-Fernglas   Alle 10 Objekte gut im Fernglas gesehen
21.2.2018 GE: M 42/43
OS: M 35, M 37
  Explorer 150PDS GT mit StarSense-Modul (auch mit AI) Nicht dokumentiert Alles gut gesehen.
Anschließend einige mit Atik Infinity fotografiert: M 35, M 42/43, Halbmond (siehe spezielle Seite)
22.2.2018 GE: M 42/43
OS: M 45, Mel 25
  Skymax-102/127 Nicht dokumentiert Infinity 76: M 42/43, M 45, Mel 25
Skymax-102/127: M 42/43
14.3.2018 GE: M 42/43
OS: M 41, M 93, M 50, M 45
  TS- und LT-Fernglas;
Explorer 150PDS (auch mit AI)
24 mm Explorer 150PDS: M 42/43, M 41, M 93, M 50
Dito mit Atik Infinity: M 42/43, M 41, M 93, M 50, M 45 (siehe spezielle Seite)
Fernglas: M 42/43
18.3.2018 GE: M 42/43
OS: M 35, M 36, M 37, M 38, M 45, Mel 25, Mel 20, NGC 884/869
Kellinghusen TS- und LT-Fernglas;
Skymax-102
24 mm Skymax-102 (24 mm): M 42/43 (super, ausgedehnt), M 45 (funkelnd)
Ferngläser: M 42/43, M 45, Mel 25, Mel 20, NGC 884/869, M 35, M 36-38 (der mittlere am kleinsten und etwas tiefer, der rechte am größten, der linke mittel); alle OS sehr gut gesehen
19.3.2018 GE: M 42/43
OS: M 41, M 35, M 36, M 37, M 38, M 45, Mel 25, Mel 20, NGC 884/869
Erkerode TS- und LT-Fernglas;
Skymax-102
24 mm Skymax-102 (24 mm): M 42/43 (super, ausgedehnt), M 41 (schön, groß)
Ferngläser: M 42/43, M 41, M 45, Mel 25; M 35, M 36-38 - alles ähnlich schön wie am Vortag; M 41 neu hinzu; Weihnachtsbaumhaufen NGC 2264 nicht gefunden…
20.3.2018 OS: M 44, M 67 Erkerode TS- und LT-Fernglas   Krebs: M 44 (schön, viele Sterne), M 67 (schwach)
24.3.2018 GE: M 42/43
OS: M 41, M 44, M 47, M 48, M 50, M 93
Nicht gesehen/gefunden: M 67, M 46, M 93 (teilweise), NGC 2360, NGC 2362 Explorer 150PDS GT mit StarSense-Modul 24 mm Insgesamt keine guten Bedingungen wegen des Halbmondes; M 41 ging noch am besten, M 47, 48, 50 gingen auch noch; M 44 recht gut; M 93 teilweise nicht gefunden

Fett: Erster Fund während dieser Beobachtungsperiode; alle Beobachtungen in Mühlhausen/Kraichgau außer wo es anders angemerkt ist
G = Galaxie, OS = offener Sternhaufen, KS = Kugelsternhaufen

Beobachtungsobjekte

DSO-Details
Name Sternbild Typ Bino* 150PDS GT/S SM-102 SM-127 Bemerkungen**
M 31 Andromeda-Galaxie Andromeda G ja ja ja ja im Fernglas ein Schimmer, im Teleskop nicht viel besser...
NGC 884/869 Perseus-Doppelsternhaufen Perseus OS ja ja     im Fernglas gut zu sehen, mit "Sternenoval"
Mel 20 Alpha-Persei-Haufen/Sternengruppe, Perseus-Bewegungshaufen Perseus OS ja       im Fernglas gut zu sehen, sehr ausgedehnt
Mel 25 Hyaden Taurus OS ja       im Fernglas gut zu sehen, sehr ausgedehnt
M 45 Plejaden Taurus OS ja ja     im Fernglas gut zu sehen
M 42/43 Orionnebel Orion GE ja ja ja+ ja M 42/43 im Fernglas gut gesehen, im Teleskop sehr gut gesehen, wenn der Himmel dunkel war
M 35   Gemini OS ja ja ja ja M 35 im Fernglas gut als Schimmer gesehen, wenn der Himmel dunkel war; im Teleskop gut gesehen
M 36   Auriga OS ja ja     M 36 im Fernglas als Schimmer gesehen; im Teleskop gut gesehen
M 37   Auriga OS ja ja     M 37 im Fernglas als Schimmer gesehen; im Teleskop gut gesehen
M 38   Auriga OS ja ja     M 38 im Fernglas als Schimmer gesehen; im Teleskop gut gesehen
M 44 Präsepe, Krippe Cancer OS ja ja     M 44 im Fernglas gut gesehen, ebenso im Teleskop
M 67   Cancer OS ja ja     M 67 im Fernglas als Schimmer gesehen; im Teleskop gesehen; später nicht mehr gesehen, weil der Mond zu hell war
M 41   Canis Major OS ja ja     M 41 im Fernglas als Schimmer gesehen; im Teleskop gut gesehen
M 46   Puppis OS   ja???     M 46 nicht gesehen/gefunden
M 47   Puppis OS   ja     M 47 im Teleskop gesehen
M 93   Puppis OS   ja     M 93 im Teleskop gesehen
M 48   Hydra OS   ja     M 48 im Teleskop gesehen
M 50   Monoceros OS   ja     M 50 im Teleskop gesehen

G = Galaxie, OS = offener Sternhaufen, KS = Kugelsternhaufen, GE = galaktischer Emissionsnebel
*) TS-Fernglas, manchmal auch LT-Fernglas; **) die Bemerkungen gelten nicht für Fotos mit der Atik Infinity; +) auch in Kellinghusen und Erkerode

 

Anmerkungen

Vorbereitung

Bei der Suche nach Deep-Sky-Objekten ist eine gute Vorbereitung wichtig - das liest man, und ich kann es auch bestätigen. "Gute Vorbereitung" heißt im wesentlichen, sich eine Liste der Objekte zusammenzustellen, die man beobachten möchte - und dazu Hinweise, wo und wie die Objekte zu finden sind.

Ist es das oder ist es das nicht?

Wenn man sein Teleskop mit Hilfe des Leuchtpunktsuchers in etwa auf die gewünschte Himmelsgegend ausgerichtet hat, ins Okular schaut und nichts oder nur "Nebulöses", aber nicht ungedingt nebelartiges sieht, stellt sich natürlich die Frage: Ist der Himmel zu lichtverschmutzt, als dass man das Objekt erkennen kann oder hat man das Objekt nicht korrekt angefahren? Diese Frage habe ich bei manchen Objekten auch nach mehrmaligen Versuchen "von Hand" nicht klären können.

 

Referenzen

Alle Sternkarten wurden mit SkySafari Plus/Pro für Apple Macintosh erzeugt.

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29.10.2018