DwarfLab Dwarf mini - EQ-Modus

Einführung | Vorweg: Orientierung des Teleskops auf dem Stativ | Vorbereiten des Teleskops für den EQ-Modus | Erstes Fazit | Links

In Arbeit

Auf dieser Seite beschreibe ich den EQ-Modus für mein elektronisches 30 mm-Linsenteleskop Dwarf mini 30 mm/150 mm (f/5).

Siehe auch (meistens in Arbeit):

 

Einführung

         

Fotos: Mein Dwarf mini und das Stativ (Januar 2026)

Das Dwarf mini wird normalerweise im AZ-Modus betrieben. Es kann aber auch im EQ-Modus betrieben werden, was folgende Vorteile bringt:

Außerdem muss der EQ-Modus verwendet werden, wenn man mit dem Dwarf mini Mosaike aufnehmen möchte. Für den EQ-Modus muss der Dwarf mini auf einem Stativ wie dem DwarfLab-Stativ betrieben werden.

Das Teleskop wird in zwei Schritten für den EQ-Modus vorbereitet:

  1. Ausrichten des Stativs und Teleskops für den EQ-Modus
  2. Korrigieren der Ausrichtung mit Hilfe der App

Der nächste Punkt kann auch übersprungen werden, um direkt zur Vorbereitung zu gelangen.

 

Vorweg: Orientierung des Teleskops auf dem Stativ

Dieser Punkt kann auch übersprungen werden, um direkt zur Vorbereitung zu gelangen.

Für den EQ-Modus muss der Dwarf mini auf einem Stativ wie dem DwarfLab-Stativ betrieben werden. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, das Dwarf mini auf dem Stativ zu orientieren, wobei nur eine davon auf Fotos und Videos von DwarLab gezeigt wird. Bei ihr kann man jedoch die Winkelskala am Teleskopkopf nicht ablesen, was die äquatoriale Ausrichtung des Teleskops erschwert.

Alternativ kann das Dwarf mini auch so auf dem Stativ montiert werden, dass die Winkelskala verwendet werden kann. Aber diese Variante wird von DwarfLab nicht gezeigt. Und wenn man das Teleskop so montiert und den Griff nach vorn zeigen läßt, ist dieser nach oben statt nach unten abgeknickt - was aber eigentlich kein Problem sein sollte...

    
    

Stativ entsprechend den DwarfLab-Video für EQ-Modus eingerichtet, aber Teleskop horizontal, also noch im AZ-Modus

 

Stativ entsprechend dem DwarfLab-Video für EQ-Modus eingerichtet, Teleskop schräg gestellt

 

In dieser Einstellung ist der Neigungswinkel nicht ablesbar!

   

Stativ entgegengesetzt dem DwarfLab-Video für EQ-Modus eingerichtet, Teleskop schräg gestellt

 

Dito

 

In dieser Einstellung ist der Neigungswinkel ablesbar!

Als ich in einer Facebook-Gruppe bezüglich der Orientierung nachfragte, zeigte sich, dass unterschiedliche Orientierungen mit Erfolg verwendet werden und manche Benutzer die Skala gar nicht verwenden/beachten, sondern das Teleskop nach "Augenmaß" ausrichten, zumal die App einen ja instruiert, wie das Teleskop genau auszurichten ist. Demzufolge müsste also die Orientierung gar keine Rolle spielen... Auf den Rat einer Sternfreundin hin habe ich eine Anfrage an DwarfLab wegen der Orientierung des Dwarf mini auf dem Stativ im EQ-Modus gestellt. Wie inzwischen von mir erwartet, war die Antwort, dass sie keine Rolle spielt.

Meine Anfrage:

Hier ist die DwarfLab Antwort:

Mit anderen Worten: Es ist egal, wie man das Dwarf mini auf dem Teleskop montiert, jeder kann es nach seinem Gusto tun...

Übrigens: Wenn man das Teleskop so orientiert, dass man die Winkelskala sehen kann (was ich mache...), dann stößt der Kopf bei etwa 60° nördlicher Breite gegen den Feststellknopf für die horizontale Achse. Also sollte man bei dieser Orientierung besser in Mitteleuropa bleiben ;) Oder das Teleskop eben so orientieren, wie DwarfLab es zeigt...

 

Vorbereiten des Teleskops für den EQ-Modus

Das Stativ und Teleskop werden in zwei Schritten für den EQ-Modus vorbereitet:

  1. Ausrichten des Stativs und Teleskops für den EQ-Modus (rein mechanisch und mit Hilfe eines Kompasses)
  2. Korrigieren der Ausrichtung mit Hilfe der App

DwarfLab zeigt in einem (für mich etwas schnellen) Video, wie beide Schritte durchgeführt werden können, wobei der erste bereits tagsüber durchgeführt werden kann:

Insofern möchte ich hier nicht viel über die Vorbereitung schreiben... Ein paar Anmerkungen und Erfahrunge dazu aber doch!

Ausrichten des Stativs und Teleskops für den EQ-Modus

Zunächst ein paar Anmerkungen zur rein mechanischen Ausrichtung von Stativ und Teleskop! Wie schon geschrieben, könn diese Schritte bereits am Tage durchgeführt werden, wo man alles besser sehen kann, insbesondere die Skalen.

Winkel und Ausrichtung der Beine: Ich würde die Stativbeine nicht steil stellen, weil das Stativ im EQ-Modus wegen der Schrägstellung des Teleskops leicht umkippen kann, vor allem wenn die Beine gar nicht oder nur wenig ausgezogen sind. Stattdessen würde ich den Winkel in die mittlere Stellung bringen oder die Beine ggf. sogar flach einstellen (dann muss aber die Mittelsäule nach oben geschoben werden). DwarfLab empfiehlt auch, ein Bein in Richtung der Neigung des Teleskops zu stellen, um die Stabilität zu erhöhen.

Kompass/Nordausrichtung: In dem Video verwendet DwarfLab ein Smartphone, um das Teleskop nach Norden auszurichten. Nun ja, vielleicht haben die noch nie etwas von Missweisung gehört ;) Aber im nächsten Schritt wird das Teleskop ja noch einmal per App für den EQ-Modus feinjustiert, und so können mögliche Missweisungs- und andere Fehler nachträglich behoben werden...

Wenn man sein Teleskop immer an der gleichen Stelle aufbaut, weiß man mit der Zeit auch, wo ungefähr Norden liegt ;)

Neigung des Teleskop(kopfes)/Geografische Breite: Der Teleskopkopf muss so nach hinten geneigt werden, dass der Neigungswinkel des Teleskops der geografischen Breite entspricht (siehe Abbildung).

Je nach Orientierung des Teleskops auf dem Stativ (siehe hier) kann man das, zumindest grob, auf der Winkelskala des Teleskopkopfes ablesen (oder nicht). Dachte ich! Aber das stimmt nicht, man muss das Teleskop um "90° - die geografische Breite" nach hinten neigen! Nur so erhält man den korrekten Neigungswinkel. Das hatte ich zunächst nicht bedacht, es dann aber irgendwie trotzdem im Zuge der Korrektur richtig gemacht... Das DwarfLab-Video hat mir geholfen, das letztendlich zu klären (zuerst habe ich die entscheidende Stelle immer überhört, weil es so schnell war...).

    

Dwarf mini auf dem Stativ um 41° nach hinten geneigt; seine vertikale Drehachse zeigt dann mit 49° Neigung (geografische Breite) auf den Himmelspol; das Teleskop muss noch um 90° nach links gedreht werden!

  Dwarf mini auf dem Stativ um 41° nach hinten geneigt (mit Bein zur Stabilisierung), Teleskop in die richtige Stellung gedreht
 

Dwarf mini auf dem Stativ um 41° nach hinten geneigt, Schrägansicht; der Schriftzug zeigt nach vorn (in Griffrichtung)

 

Die Winkelskala aus der Nähe; sie zeigt gut 40° an (90° - geografische Breite)

Man kann die Einstellung auch nach Augenmaß vornehmen, zumal man diese ja hinterher mit der App korrigieren kann. In Deutschland ist es besonders einfach, denn man kann ungefähr 45° einstellen (hier sind es 49° N), was sich gut schätzen läßt. Anschließend kann man die Feineinstellung mit Hilfe der App vornehmen, sofern noch nötig (bis zu 3° Abweichung werden akzeptiert).

Übrigens: Wenn man das Teleskop so orientiert, dass man die Winkelskala sehen kann (was ich mache...), dann stößt der Kopf bei etwa 60° nördlicher Breite gegen den Feststellknopf für die horizontale Achse. Also sollte man bei dieser Orientierung besser in Mitteleuropa bleiben ;) Oder das Teleskop eben so orientieren, wie DwarfLab es zeigt...

Korrigieren der Ausrichtung mit Hilfe der App

Nachdem man das Teleskop grob für den EQ-Modus eingerichtet hat (Neigung, Ausrichtung nach Norden), kann man es mit Hilfe der App genauer ausrichten. Die App gibt dabei Hinweise, um wieviel Grad das Teleskop in Bezug auf die Nordrichtung und den Breitenwinkel korrigiert werden muss. Das ist angesichts fehlender Feineinstellungen (und ungenauer oder fehlender Skalen) recht fummelig und erfordert bei mir oft mehrere Anläufe... Bis zu 3° Abweichung werden auf beiden Achsen akzeptiert; bleibt man unter dieser Grenze, meldet die App, dass man loslegen kann (man kann aber auch weiter optimieren...).

Ich fand die Anweisungen anfangs schwer umzusetzen und auch, dass sie irgendwie wiedersprüchlich waren. Und zwar meldete die App zum Beispiel, dass ich das Teleskop weiter nach oben neigen muss. Wenn ich das tat, wurde der Fehler noch größer. Also habe ich nicht "gehorcht" und den Breitenwinkel "entgegengesetzt korrigiert. Damit habe ich es dann geschafft, das OK der App zu bekommen! Vermutlich habe ich die Anweisungen falsch interpretiert, denn bisher hat sich noch niemand im Internet darüber beschwert...

Beim allerersten Versuch hatte ich das nicht verstanden und keine korrekte Ausrichtung erreicht. Ich habe dann trotzdem weiter gemacht und zwei Mosaike fotografiert - und das hat anscheinend auch ganz gut funktioniert... Ich hatte allerdings erwartet, dass die App die Beobachtung gar nicht beginnen würde, wenn die Ausrichtung schlecht ist, aber dem war nicht so ;)

Bisher brauchte ich jedenfalls immer mehrere Korrekturdurchgänge, weil ich das Ganze noch nicht recht verstanden hab und auch die Korrektur fummelig war (besonders im Dunklen). In Zukunft wird es sicher besser gehen ;)

 

Erstes Fazit

In Arbeit

Im Grunde ist die EQ-Einrichtung genial einfach, außer dass ich mir Feineinstellungen für beide Achsen wünschen würde. Vermutlich funktioniert sie so gut, weil das Dwarf mini eine sehr kurze Brennweite hat und alles nicht so genau sein muss...

Mehr dazu, wenn ich weitere Erfahrungen gesammelt habe!

 

Links

 

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08.02.2026